Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 11-12. (1981-1982)

III. Etnografie

57 „BOUL INSTRUTAT“ Щ TRANSILVANIA 583 EIN ALTER LANDWIRTSCHAFTLICHER BRAUCH IN TRANSSILVANIEN: DER PFINGSTOCHSE (Zusammenfassung) Einer der überlieferten Landwirtschaftsbräuche des rumänischen Vol­kes findet unter der Bezeichnung „impenarea boului“ (das Schmücken mit einer „peanä“ — einem Blumenstrauss) am zweiten Pfingsttag statt. Der Ursprung dieses Brauchs verliert sich in undenkbaren Zeiten, als der Kultus der Rinder aufkam .Das bei Tirgu Mure§ aufgefundene Basrelief in Stein mit einer Darstellung des Ochsen Apis deutet darauf hin, dass dieser Kultus auch in Transsilvanien von altersher vorhanden war. Des­­ungeachtet finden sich zu diesem Brauch sowohl in rumänischen als auch ausländischen Quellen bloss wenige Angaben: die ersten überhaupt erst gegen Ende des 19. Jhs. und später ebenfalls nur vereinzelt. Früher scheint der Brauch verbreiteter gewesen zu sein; in unserer Zeit findet er nur in wenigen Orten Transsilvaniens statt und ist deshalb wenig bekannt. Der Brauchablauf ist folgender: Es wird ein schöner Ochse ausge­wählt, der mit bunten Webereien und bestimmten Feldblumen geschmückt wird; zwischen den Hörnern wird ein grosser Blumenstrauss („peanä“; meist in Kreuzform) befestigt. Geleitet wird er von Burschen, denen sich BÄJUTÄ LA uPEANA BOULUI"

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