Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 11-12. (1981-1982)

III. Etnografie

526 ION VLADUTIU 28 R. Vuia, L. Földes, I. Vlädu(iu u.a. hervorgehoben wird. Danach wird eine bündige, aber inhaltsreiche Darstellung des ethnographischen Ge­haltes der die Viehzucht in den östlichen Karpaten betraffenden Archiv­dokumente unternommen. Darauf, wird zu der Analyse der Viehzucht in den Dörfern des Tales des Flusses Bicaz und der in diesen mündenden Bäche übergegan­gen, auf Grund der von dem Verfasser in den letzten drei Jahrzehnten gesammelten Feldmaterialien. Die wichtigste Beschäftigung dieser Ein­wohner war die Viehzucht und von den Saisonarbeiten die Forstarbeit. Unter den Nebenbeschäftigungen waren die Landwirtschaft, die Jagd, die Fischerei, die Bienenzucht, die Kalkbrennerei von Bedeutung. Die gebirgigen Weiden wurden von der rumänischen Bevölkerung jährlich gepachtet, durch deren regelmässige Nützung die Aspekte der materiel­len Kultur den Charakter der Ständigkeit und Stabilität erwarben. So haben viele Bestandteile der materiellen Kultur die an die Viehzucht gebunden sind, in diesen Gebieten uralte Wurzeln. Die Einwohner die­ser Dörfer pflegten das System der Viehzucht mit örtlichem zonalen Charakter. Sie kamen in Berührung mit den „Mokanen“ (Viehzüchter aus dem Burzenland) oder „birsani“ (Burzenländer) welche in den Bergen wie Lopo$orogul, Melic, Toporog, ßumulea u.a. den Sommer verbrachten. Für die Ubersommerung organisierten sich die Einheimischen in Hirten ver einen, indem sie komplexe Hürden von Schafen und Küchen bildeten. Im Gebirge bestand die Struktur der Hürde aus der Sennerei, dem Malkpferch, dem Melkdach, und der Umfriedung für das Übernach­ten der Schafe, die Hütte beim Feuer der*, Schafe; in der Nähe befan­den sich der Vorhof der Küche und der Stall für die Kälber. Die Hürden waren stabil und nicht veränderlich. Alle Bauten waren aus Holz und bei der Hütte beim Feuer der Schafe wurde die uralte Technik behalten, dieselbe mit Baumrinde zu überdecken. Der überlieferte Typus der Sennerei bestand aus einem einzigen Zimmer. Das Innere hatte als grundlegende Bestandteile den offenen Herd in der Ecke zur rechten Seite der Tür oder die Winde für das Anhängen des Kessels über dem Feuer; neben dem offenen Herd befanden sich Gefässe für die Zuberei­tung von Milchprodukten und im Hintergrund der Sennerei war das Gestell auf welchem der frische Käse zum Trocknen bereitgestellt wurde. In den letzten zwei Jahrzehnten begannen auch hier sich Sennereien mit zwei Räumlichkeiten zu verbreiten, deren Benennung Sennerei und Kammer waren. Infolgedessen ereigneten sich wesentliche Änderungen im Innern und der Funktionsfähigkeit der Räumlichkeiten. Danach wird kurz die Überwinterungsweise der Tiere in den Hütten auf den Heuwiesen beschrieben, welche als Bestandteile die eigent­liche Hütte, das Pferch und die provisorisches Obdach, sogenannte „corlä“, den Stall mit der Scheune. Überlieferung werden die Hirten­hütten aus Schilf und die sogenannte „corlä“ dargestellt, die in den östlichen Karpaten weit verbreitet waren. Diese werden, samt anderen Aspekten der traditionellen Weisen der Viehzucht in einem künftigen Studium behandelt werden.

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