Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 9. (1979)

II. Istorie

CAPIT ALUL STRAIN IN INDUSTRIA FORESTIERÁ 497 DAS FREMDKAPITAL IN DER FORSTINDUSTRIE. IMPLIKATIONEN IN DAS POLITISCHE LEBEN UND DIE WIRTSCHAFTSPOLITIK RUMÄNIENS. ERLÄUTERUNGEN AM BEISPIEL DES MURE$-TALS (Z usammenfasung) Die Periode der relativen und partiellen Stabilisierung des Kapita­lismus in Rumänien charakterisiert sich durch die quantitative und qualitative Entwicklung der Industrie, Entwicklung, die sich im An­wachsen des investierten Kapitals, in der Vergrösserung der Quantität der Triebkräfte, durch den Wert der Produktion konkretisiert. Mittels Korruption, Erpressung, diplomatischem Druck bis zur mi­litärischen Drohung gelingt es in diesen Jahren den Grossmächten der Entente, den grössten Teil der Industrie, die Banken, den Aussenhan­­del und die Staatsschulden zum Nachteile des Landes dem deutschen und österreichischen Kapital zu unterordnen. Das fremde Kapital schuf zugespitzte Gegensätze, die sowohl in der Nationalwirtschaft als auch im rumänischen gesellschaftlich-politischen Leben spürbar waren. Anhand von Beispielen aus der Forstindustrie, vor allem aus der Zone des Mure$-Tals, die wir zur historischen Analyse des Fremdka­pitals verwendeten, gelangen wir zu interessanten Schlussfolgerungen bezüglich der Unterordnung der allgemeinen Interessen des Landes ei­niger privatkapitalistischen Gruppeninteressen, bemerken die unmit­telbare Einmischung der fremden Finanz in das politische Leben, die negative Folgen auf die natürliche Entwicklung Rumäniens als unab­hängiger wirtschaftlicher und politischer Staat hatte. Bei den grossen Gesellschaften wie „Foresta", „Carpatina", grosse Zitadellen der italienischen und der schweizer Finanz, finden wir in den Verwaltungsräten führende Politiker der Zeit: C. Argetoianu, P. P. Negulescu, P. Misir, C. Popovici, M. Pherekyde. Diese Räte erhiel­ten beträchliche Gewinnanteile und Aktien gegen die Umgehung der Steuerpflicht, die dem Staat Milionenschaden verursachte. Der ausländische Aktienbesitzer verdiente fabelhafte Gelder. Allein der Baron Grödel war der grösste Aktienbesitzer in Covasna, bei der Siebenbürgischen Anonymen Gesellschaft für Forstindustrie, bei der „Carpatina"-Gesellschaft von Brezoi, bei der „Wiecholz“-Gesellschaft in Budapest und bei „Brothers GroedeT' in England. Dieses Verfahren der Zerstörung und Ausbeutung der Landes­schätze ist nicht eine auf die Forstindustrie beschränkte Erscheinung, sondern eine Hauptkoordinate der Weltwirschaftspolitik. Denn heute, mehr als früher, dadurch dass sich das europäische Gleichgewicht in voller Bildung befindet, benützen die Grossmächte alle Mittel, um Sa-32 — Marisia, vol. IX.

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