Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 9. (1979)
II. Istorie
344 ADRIAN STOICA DIE POLITISCHEN BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEM ALTEN RUMÄNIEN UND TRANSSILVANIEN IN DER ZWEITEN HÄLFTE DES XIX. UND ZU BEGINN DES XX. JAHRHUNDERTS (Zusammenfassung) Die ununterbrochen vorhandenen ökonomischen Verbindungen zwischen den drei rumänischen Ländern wurden durch auf historischer Fortdauer gefestigte und entwickelte, politische Beziehungen verstärkt und erweitert. Der Verfasser hebt, die politischen Verbindungen zwischen dem Alten Rumänien und Transsilvanien in der obenangeführten Periode hervor. Wenn man die historischen Bedingungen, in denen sich Transsilvanien entwickelte, zumal nach seiner Eingliederung in die österreichisch-ungarische Monarchie, in Betracht zieht, zielen diese politischen Beziehungen auf die Aussenpolitik des Alten Rumäniens gegenüber dem österreichisch-ungarischen Staat und dem Schicksal der transsilvanischen Rumänen, welche das schwere Joch sozialer und nationaler Unterdrückung erduldeten. In der Arbeit wird als sichere Tatsache angeführt, dass der Herrscher Alexandra loan Cuza (1859— 1866) sich mit dem Problem der Vollendung des Einheitsprozesses des rumänischen Volkes schon in seinen ersten Herrscherjahren beschäftigt hat. Der Verfasser betont die Protestvorstellungen des rumänischen Volkes dies — und jenseits der Karpathen gegen das dualistische Klassenkompromiss, welches zwischen Österreich und Ungarn abgeschlossen wurde (1867). Einen Sonderplatz in der Arbeit nimmt die Stellung der Transsylvanier gegenüber der Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit Rumäniens ein, sowie deren, für ihre Brüder jenseits der Karpathen geleistete Hilfe, und die Massnahmen der Führer der dualistischen Monarchie zum Einhalt freiwilliger Einreihung in die rumänische Armee und Sammeln von Geld und Gegenständen für die Front. In der Arbeit wird auch das Problem des Beitritts des Alten Rumäniens zur Triple Allianz (1883) behandelt. Der Befreiungskampf auf nationalem und sozialem Gebiet der transsilvanischen Rumänen kennt Ende des 19. Jahrhunderts eine starke Entwicklung. Im Jahre 1892 wurde das vielbekannte Memorandum verfasst, welches an den Wiener Hof gerichtet war. Durch dessen Umfang und Konsequenzen für die Entwicklung des nationalen Lebens, bleibt die Memorandum-Bewegung die wichtigste sozial-politische Aktion der Rumänen aus Transsilvanien aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhundert, und hatte einen kräftigen Widerhall und pozitive Folgen auch im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.