Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 9. (1979)
I. Arheologie
STUDIUL METALOGRAFIC IN PODI$UL TRANSILVANIEI 119 A. Das untersuchte Münzmaterial stammt aus dem Umkreis von acht Ortschaften (Lunca Tirnavei, Media?, Micäsasa, Оспа Mure?, Petre?ti, $pälnaca, Väli?oara und Valea Mänästirii-Rimei); einige davon waren in römischer Zeit dicht besiedelt. Der Fundstoff umfaßt je einen Denar von: Tiberiu, Vespasian, Antoninus Pius, Plautifla, Elagabal, Julia Paula und Severus Alexander,- einen Dupondius von Trajan, einen Denar und einen Dupondius von Faustina, einen Sesterz und ein As von Hadrian und einen Sesterz von Phlippus. Zeitlich reichen sich die Stücke zwischen dem 1. und der Mitte des 3. Jhs. u.Z. auf. Die metallographische Untersuchung der Münzen ermöglicht ihre Klassifikation in drei Gruppen: I. Münzen, deren Legierung aus Silber und Kupfer besteht (46%), mit feinkörniger — lamellarer Struktur,- ihr Durchmesser beträgt 0,003—0,030 mm. Der Silbergehalt schwankt zwischen 42 und 97,5% ihres Gewichts. Die Legierung hat gewalzte Textur, die Silber- und Kupferteilchen sind glattgedrückt und parallel zu den Oberflächen der Münze ausgerichtet (Taf. I). II. Kupfermünzen (31%), die in zwei Untergruppen zerfallen: a) Legierungen von Kupfer und sehr wenig Silber,- b) Kupfermünzen. III. Bronzemünzen (23%), welche die Phasen Bronze a und (ot + 8) in inniger Mischung und starker Deformation enthalten. B. Die mittelalterlichen Münzen umfassen zwei von Fürst G. Bethlen (in Baia Mare, Transsilvanien, 1626) ausgegebene breite Groschen, acht Dreipölker ( = 1,5 Groschen) von Sigismund III. (Polen, 1622—1625), eine Prägung von Georg Wilhelm (Preußen, 1624) und zwei in Elbing (Preußen, heute Polen) während der Schwedenherrschaft geprägte Münzen, eine von Gustav Adolf (1630) und eine von Christine (1634). Die metallographische Analyse der Münzen bestand in der Bestimmung ihres Silbergehaltes und in der mikrophotographischen Wiedergabe der abwechselnd lamellaren Struktur und schieferartigen Textur der dünnen Silber- und Kupferschichten im Innern dieser Münzen. Dieserart wurde experimentell (an der Münze von Gustav Adolf) der Minimalwert des Edelmetalls (=46,4% Ag) in den Groschen von silbrigem Aussehen festgestellt. Bei diesem Prozentsatz von Silber haben die Münzen ununterbrochene Schichtung und die Stärke der sich abwechselnden dünnen Schichten von Silber und Kupfer überschreitet 0,003 mm nicht. In diesem Falle verliert die Münze ihren silbrigen Aspekt nur nach Abnutzung der oberflächlichen Edelmetallschicht. Die übrigen 12 Münzen behalten, falls ihr Silbergehalt den Grenzwert (von 46,4%) übersteigt ihr silbriges Aussehen bei, wie man an den Groschen von Sigismund III., Georg Wilhelm und Christine beobachten kann (Taf. II). In dem Maße, in dem die Proportion des Kupfers in der Legierung steigt, bekommen die Münzen ein immer rötlicheres Aussehen, wie an den von G. Bethlen geprägten Groschen ersichtlich ist, deren Silbergehalt auf 30,8% sinkt, wie auch an einigen von Sigismund (1623—1624) ausgegebenen Groschen (Taf. II). Das Verfahren der intensiven Auswalzung der Bänder aus Silber- Kupfer-Legierung, das in den Münzstätten jener Zeit angewendet wurde,