Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 6. (1976)

I. Arheologie

39 VALENTIN VASILIEV 87 Ankunft der skythisch-iranischen Gruppe in Siebenbürgen erfaßbar wer­den konnte — ist normal und leicht erklärlich für das Grabfeld von Băiţa, das in die erste Hälfte des 5. Jhs. datiert, demnach das späteste, bis jetzt in Siebenbürgen bekannte Grabfeld dieses Typs darstellt. Das Grabfeld von Băiţa bestätigt also durch seine Merkmale, in­begriffen auch das chronologische Moment, eine beiläufige Bemerkung Herodots (IV, 104), aus der hervorgeht, daß um die Mitte des 5. Jhs. v.u.Z. — dem Zeitpunkt, da der Vater der Geschichte sein Werk schrieb und bekanntmachte — die Skythen-Agathyrsen bereits thrakische, bzw. dakische bodenständige Bräuche angenommen hätten, wodurch sie der heimischen Bevölkerung ähnlich zu werden begännen. Das vollständige und verhältnismäßig rasche Verschwinden der in Siebenbürgen ein­gedrungenen skythisch-iranischen Gruppe mitsamt allen ihren Formen der Sachkultur (den Tierstil inbegriffen) erbringt zugleich einen Beweis für die Lebensfähigkeit der thrakisch-dakischen Kultur, die — nach Assimilation der eingewanderten Gruppe — ihren natürlichen Entwick­lungsgang weiter verfolgt, ohne Kulturelemente aufzunehmen oder fort­zusetzen, die ihrer Eigenart fremd sind.

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