Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 3-4. (1972)
Istorie
ELENA OPRIß, 8 334 DER WIDERHALL DES PROZESSES DER TOFÄLENI-ER IN DER ZEITUNG „GAZETA TRANSILVANIEI“ Eines der Ereignisse das die Aufmerksamkeit der Presse, besonders der rumänischen in Siebenbürgen, im höchsten Grade fesselte, war der Prozess der zwischen den Bauern von Tofäleni (Singeorgiu de Mure?) und ihrem Herren, dem Baron Apor Károly, geführt wurde und welcher 30 Jahre dauerte, nämlich von 1858 bis 1888. Dem Baron Apor gelingt es den Prozess zu gewinnen, obwohl die Gründe des Urteils sich in keiner Weise auf Daten, sondern nur auf Halbbeweise stützen. Einer der „Beweise" bestand aus dem Schwur der Präsidenten der königlichen Tafel, dem Baron Apor, wonach die Bauern den Boden, auf Grund eines wärblichen Abkommens, bloss zur Nutzmessung besassen und der Eigentümer ihnen diesen nach Belieben entziehen konnte. Das Enteignungsgesuch wurde gegen 26 Bauernfamilien gerichtet welche dann in den kalten Tagen des Monats Oktober aus ihren Wohnungen vertrieben, und genötigt wurden sich in Zelten am Strassenrande unterzubringen. Die Bauern wenden sich an die Redaktion der Zeitung „Gazeta Transilvaniei" und an andere Zeitungen wie die „Federajiunea” und bitten um Unterstütztung. Die fortschrittliche Presse Siebenbürgens nimmt Stellung gegen die Beraubung der Bauern von Tofäleni und für ihre Unterstützung. An die Spitze des Feldzuges für die Unterstützung der enteigneten Bauern stellt sich die Zeitung „Gazeta Transilvaniei" welche von 1869 fast in jeder Nummer Beiträge bringt durch die sie ihre Leser mit der Lage der Bauern von Tofäleni auf dem Laufenden hält und für ihre Unterstützung kämpft. Auch das Parlament wird durch den Einspruch des rumänischen Abgeordneten Alexandru Roman beim Justizministerium, von der Lage der Bauern zu Tofäleni in Kenntnis gesetzt, während die rumänische Intelektualiät beabsichtigt den Prozess dazu zu benützen, die Ungerechtigkeiten die den siebenbürgischen Rumänen widerfahren hervorzuheben. Auch die ungarischen Zeitungen veröffentlichen zahlreiche Beiträge zu Gunsten der Tofäleni-er und verurteilen die Willkür welche im Justizwesen, und selbst in der dualistischen Regierung herrschte. Ein lebhaftes Interesse erweckte dieser Prozess auch in Rumänien. Die Zeitung „Gazeta de Tran-