Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 2. (1967)

Istorie

76 A. ZRÍNYI 4 ZWEI RÖMISCHE SAUGFLASCHEN (GUTTI) AUS GEBRANNTEM TON IN DER SAMMLUNG DES MUSEUMS VON TlRGU MURES (Zusammenfassung) Der Verfasser dieser Mitteilung beschreibt zwei römische Saugflaschen aus gebranntem Ton, welche sich in der Sammlung des Museums von Tirgu Mure? befinden. Das erste Stück (Inv. Nr. 927) stammt aus der ge­wesenen römischen Siedlung von Criste$ti. Dieses Stück weist die kenn1 zeichnenden Merkmale der La Ténerzeitliche Töpferware auf, welche in der Tradition der römische Töpfer von Criste?ti beibehalten worden wa­ren. Das zweite Stück (Inv. Nr. 2910) das aus der Sammlung einer hiesi­gen Mittelschule, ohne Herkunftsbestimmungsangaben übernommen wurde, weist die Merkmale der römischen Provinzialtöpferware — die den Töpfern von Criste?ti eigen waren — auf. In Anbetracht der Ähnlichkeit der Töpferware des römisch beherrschten Dazien, datiert der Verfasser das erste Gefäss ins II. Jahrhundert u. Z. und das zweite Stück ins III. Jahrhundert u. Z. Aus dem Vorkommen dieser Gefässe kann man schlussfolgern dass auch die armen sozialen Schichten (die dakische Bevölkerung) die Me­thode des künstlichen Säugens der Kinder von den Römern übernommen haben. Weiter wird angeführt dass die Einführung dieser Methode bei den armen Volksmassen von dem Umstand bestimmt wurde dass einige Mütter keine Milch hatten und diese Methode keineswegs ein Modeele­ment, wie bei den begüterten Schichten, darstellte. Der Verfasser ist der Meinung dass das Mundstück dieser Gefässe, wahrscheinlich, mit feinen Textilien umwunden war, um das zarte Zahnfleisch der Säuglinge zu schützen. Auch diese beiden Gefässe werden als Beweis des Romanisierungs­­prozesses der Provinz Dazien betrachtet.

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