Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 1. (1965)

Istorie

50 A. ZRÍNYI, 24 Analogien für die Grabinventare finden sich ausserhalb Siebenbür­gens, sowohl in der Sowjetunion (Dnjepergegend), als auch in Ungarn (Alföld). Die Grabinventare enthalten archaische Formen, ohne pon tische Beeinflussungen.- Die Keramik bewahrt lokale, halsstättische Formen. Die Funden stützen anscheinend die Ansicht von M. Párducz, nach der die Skythen in zwei Wellen durch Siebenbürgen zogen. Die erste, archaischen Charakters, liess sich hier nieder während des VI. Jahrhun­derts, während die zweite, deren Träger im Kulturgut bereits pontische Stilelemente aufweisen, bloss durch Siebenbürgen zog und sich weiter im Westen niederliess. Dieses Bestätigt die Theorie der Akademiemit­glieder C. Daicoviciu und I. Nestor, nach der Skythen in Siebenbürgen einen geschlossenen archaischen Kulturkreis bildeten, der von der pon­­tischen skythischen Kultur unabhängig war. Das Auftreten des Akinakes mit Antennengriff beweist seine gleichzeitige Verwendung mit Akina­­kesformen mit wagerechter oberer Griffstange. Die angeführten Analogien ermöglichen die beiden Gräber an das Ende des VI. oder an das beginnende V. Jahrhunderts zu stellen.

Next

/
Thumbnails
Contents