Zs. Kakuk , I. Baski (Hrsg.): Kasantatarische Volksmärchen: Auf Grund der Sammlung von Ignác Kúnos.

Texte

83 viel halt, was er wünscht, was er ausdenkt, das lässt er nicht ungeschehen. Einmal dachte er sich aus, dass er einen Garten anlegt, er hat vieles gemacht, hat ihn einmal angelegt, doch die Sache gelang nicht, hat ihn zum zweitenmal angelegt, ohne Erfolg, ein alter Dieb kam immer wieder und stahl ihn. Als er zum drittenmal den Garten anpflanzen liess, wurde er sehr zornig, versammel­te das ganze Volk, er wollte einen Wächter hinstellen, doch sie wagten es nicht, niemand willigte ein. Früher hat er mit Gewalt Wachen aufgestellt. Diesmal dachte er, dass das Volk nach eigenem Wunsch aufstellen wird. Nachdem er lange gefragt hat, kam ein Alter, er übernahm die Wache des Gartens, er hat auch den Dieb gestellt und in den Kerker gesperrt. Ich war ein kleiner Junge, als ich mit Bogen und Pfeil spielte, da fiel mein Pfeil in das Gefängnis, um ihn wieder zu bekommen, öffnete ich das Gefängnis, der Dieb entfloh. Als mein Vater das Gebäude öffnete, um ihn zu töten, stellte sich heraus, dass der Dieb nicht da war. Mein Vater sah, dass es meinetwegen war, er wollte mich totschlagen, nur [92] die Minister haben mich gerettet. Danach wollte mich mein Vater nicht mehr sehen. Er gab mir zwei Diener bei und schickte mich weg. Doch meine Diener haben mich beraubt, sie zogen meine Kleider an, aus mir jedoch machten sie ihren Diener. Bis zum heutigen Tag war ich ihr Diener. Jetzt sollen sie an meiner Stelle bleiben sie wurden Schwieger­söhne des Padischahs. Siehe, selbst im letzten Augenblick logen und trogen sie, die Milch, die ich gefunden habe, brachten sie so, dass: Wir haben sie gefunden. Wenn ihr sie auf der Lüge ertappen wollt, werde ich euch ihren Rücken zeigen", und er rief seine Schwager herauf, enthüllte ihre Rücken und zeigte sie dem Volk und fragte: "Wo habt ihr eure Halssehnen gelassen?" Die Schwäger antworteten, sie hatten die Milch mit ihnen bezahlt. "Und warum habt ihr dem Padischah gesagt, dass ihr sie gefunden habt?" fragte er, und mit den Worten, dass solche verlogene, verderbte Menschen kein Recht zum Leben auf dieser Welt haben, schlug er in dem Moment beiden den Kopf ab. Danach zerstreute sich das Volk und war dem jungen Padischah sehr dankbar und mit ihm zufrieden, versprach, in Zukunft mit ihm zusammen zu leben und ging nach Hause. Es vergingen nur einige Tage. [93] Eine traurige Nachricht traf ein: Padischah Zal bereitet sich zum Krieg gegen den Nachbar das Padischahs. Einige Tage später griff Padischah Zal den Nachbar des Padischahs an. Diese dachten: wenn er dorthin ging, wird er auch zu uns kommen, wir wollen uns rechtzeitig von dieser Gefahr befreien, und um zu zeigen, wer er sei, schickte er eine Kriegserklärung dem Pa­dischah Zal und begann am gleichen Tag noch Soldaten zu werben. In ein bis zwei Tagen hatte er alle Soldaten um sich geschart und hielt eine Ansprache: "Ich will, dass ihr, die zu Zeiten des vorigen Padischah emsig gedient habt, auch jetzt mit Leib und Seele kämpft, damit wir uns von der Gefahr befreien." Als die Soldaten diese Worte [aus seinem Mund] vernahmen, riefen sie einstimmig: "Bis jetzt hast du uns nicht geschadet, jetzt bemühst du dich zu unserem Nutzen, wir alle sind bereit, dir treu zu dienen!" Alle Soldaten wussten, welch ein Mensch und welch ein Meister im Kampf er ist. Ist viel Zeit vergangen, ist wenig Zeit vergrangen. Mit Liedern und Trommeln, den Staub aufwirbelnd, zogen sie in den Kämpft gégén Padischah

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