Zs. Kakuk , I. Baski (Hrsg.): Kasantatarische Volksmärchen: Auf Grund der Sammlung von Ignác Kúnos.
Texte
79 man sich von ihnen. Die drei Schwäger machten sich gemeinsam auf den langen Weg. Sie waren einen Monat unterwegs, ein Jahr, legten eine Spanne Weg zurück und kamen an eine dreiteilige Gabelung, dort war eine Säule aufgestellt, auf der eine Tafel genagelt mit der Aufschrift: "Wer nach rechts geht, wird Erfolg haben, wer in der Mitte geht, dem wird es mittelmässig ergehen, wer nach links geht, der wird erfrieren. Sie lasen es und keiner hatte Lust, nach links zu gehen. Da sagte der jüngste Schwiegersohn, ohne ein Los zu ziehen: "Nun, gut, wenn ihr Angst habt, dorthin zu gehen, ein Los wollt ihr auch nicht ziehen, dann werde ich aus eigenem Willem gehen", er stieg ab, um fiúdén Gang auf dem linken Weg das Bein ein wenig einzurenken. Die Schwäger begaben sich mit Freude auf ihren Weg. Sie gingen weg und als sie begannen, seinen Augen zu entschwinden, stand auch der Junge auf, nahm sein Tuch und die Pfeife hervor, pfiff einmal und das blaugraue Ross erschien vor ihm. Der Bursche sass auf und Jagte staubaufwirbelnd und flog vorwärts. Die zurückbleibenden Bäume an beiden Seiten des Weges [87] als wären sie umgesunken (d. h. erweckten den Eindruck). Nach einigen Stunden gelangte er in einen dichten Wald. Dort wuchsen Pappeln so dick wie ein Haus. Der Bursche band das Pferd an einen Pappelast und ging unter dem Baum hin und her, um sich die Beine zu vertreten. Plötzlich hob er den Kopf und schaute hinauf, in der Krone der Pappel erblickte er zwei Vogeljunge, diese betrachtete er. Die Vogeljungen fragten: "Hei, Bursche, was machst du hier, hier wirst du nicht am Leben bleiben, gehe weg, solange du noch am Leben bist. Wir sind noch nicht hinabgeflogen, haben noch nicht den Boden gesehen-, weil hier ein siebenköpfiger Kupferdrache ist, der geht nicht von hier, da kommt er schon!" Der Bursche sagte: "Der verlorene Kopf ist verloren, soll er nur kommen, wir werden schon sehen, ob er oder ich siegen wird, wir werden kämpfen." Während er noch sprach, erhob sich ein Sturmwind, ein Orkan brach aus, die Erde bebte. Der Bursche drehte sich um und sah, dass der Drache funkelnd daherkam, er zog sein Diamantschwert und wartete, dass er zu ihm tritt. Der Drache erreichte ihn. Der Bursche schwang einmal das Schwert, fünf Häupter schlug er der Schlange ab, mit dem zweiten Hieb schlug er auch die zwei verbliebenen Köpfe ab und [88] häufte das zerhackte Fleisch an einen Platz auf. Es wurde wie ein Berg. Da flatterten die Vogeljungen zur Erde und dankten dem Burschen. Da erschien, einen Flügel am Himmel, den anderen am Boden schleppend und ziehend, der Vogel Smaragd und liess sich in der Krone der Pappel nieder. Die Pappel und ihre Umgebung erzitterten. Die Jungen waren nicht im Nest. Der Vogel Smaragd blickte auf die Erde und sah, dass die Jungen auf dem Boden sind und mit dem Burschen sprechen. Der Vogel flog herab, öffnete den Mund, um den Burschen zu schlucken. Doch ein Junges hielt der Mutter den Mund zu. Vogel Smaragd fragte, wie es steht. Die Jungen sagten: "Siehst du das dort nicht, Mutter, das ist kein Berg, das ist die Schlange, die uns bis jetzt gequält hat, wenn dieser Bursche nicht gekommen wäre, würde sie uns auch jetzt noch quälen." Da sagte Vogel Smaragd zum Burschen: "Wohlan, Bursche, wir wussten