Zs. Kakuk , I. Baski (Hrsg.): Kasantatarische Volksmärchen: Auf Grund der Sammlung von Ignác Kúnos.
Texte
113 Das Mädchen antwortete: "In einem gewissen Ort war ich die Tochter eines ruhmreichen Padischahs, meine Mutter hatte goldenes Haar. Als sie im Sterben lag, vermachte sie, er (der Padischah) solle eine ihr ähnliche goldhaarige Frau heiraten. Mein Vater hat an vielen Orten gesucht, und nachdem er in der ganzen Welt keine goldhaarige Frau fand, wollte er micht heiraten. Ich bat ihn um drei Arten von Hemdn und als er dieses Hemden brachte, bin ich geflohen. Dass ich wegging und hierherkam, war das der Grund." Da die Frau des Padischahs gestorben war, fragte er das Mädchen, ob er sie zur Frau nehmen könne. Das Mädchen willigte ein, sie veranstalteten ein lustiges Fest und sie liebten einander. Das Mädchen gebar ihm ähnliche goldhaarige Kinder. VII. SALTÉKAJ [129] In alten Zeiten hatte ein Alter drei Söhne. In seiner Jugend war er sehr arm, doch er war sehr fleissig, arbeitete mit seiner Frau Tag und Nacht und zog seine Kinder auf. Als die Söhne erwachsen waren, trieb er sie in den Wald, damit sie ein Handwerk erlernen, und sagte ihnen, "bringt geeignetes Holz zur Anfertigung von verschiedenen Gegen stünden". Der jüngste Sohn hiess Saltékaj. Wie sehr er ihm auch zuredete, Saltékaj ging nicht. Auf die Frage, warum er nicht ging, "brauchst du kein Handwerk?" antwortete Saltékaj dem Vater: "Ich habe keine Lust, eine so schwere Arbeit zu erlernen, ich hatte Lust, irgendeine leichtere Arbeit zu lernen." Wie sehr sich auch der Vater bemühte, er konnte ihn nicht dazu bringen. Nachdem Saltékaj erwachsen war, begann er von hier und da gestohlene Sachen nach Hause zu bringen. Der Vater sah das ungern, er fand kein Gefallen an diesen Dingen, ging und klagte Saltékaj beim Aksakal an. Der Aksakal hörte den Fall Saltékajs an [130] und sagte: "Ich werde der Sache nachgehen, ich werde ihn auf die Probe stellen, erst danach falle ich ein Urteil, so kenne ich seine Lage nicht, schicke ihn morgen zu mir." Der Alte sagte nach seiner Heimkehr zu Saltékaj: "Für morgen hat dich der Aksakal gerufen." Saltékaj sagte leise: "Wenn er mich ruft, gut, ich werde gehen und mit ihm sprechen. " Am nächsten Tag stand Saltékaj auf, zog sich leise an und ging, ohne sich zu grämen, zum Aksakal. Als der Aksakal ihn erblickte, sagte er ihm: "Ich höre, dass du dich mit nichts beschäftiget, du stiehlst nur, das ist keine würdige Sache, das ist überhaupt keine gute Sache. Wie auch immer, falle ich auch jetzt kein Urteil nach Hörensagen, ohne mich zu überzeugen. Wohlan, ich habe drei Pferde, stiehl diese, wenn du kannst, danach werde ich urteilen." Saltékaj sagte: "Sehr gut, wir werden sehen", und ging nach Haus. Am Abend ging Saltékaj weg, dass er sich zum Aksakal begibt. Unterwegs