Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984

Képek

154 und er habe diese Völkerschaften deshalb in seinem Gedichte nicht speziell benannt um sie nicht noch mehr zu erbittern, sondern in allgemeinen alle jene Gegner ge­meint, welche die Magyarén unterdrücken wollen, Unter dem Ausdruck den in der l te n Strophe, dass sich der Purpur der Tyrannenbrut in Blut baden solle, habe er unter Purpur metaphorisch die rothe Farbe verstanden, da die Serben und Raitzen meistens roth gekleidet sind, und nur diese sich in Blut baden sollten. Der Satz: "nem kell zsarnok király! "wir brauchen keinen Tyrannen König" modifizirt er dahin, dass in seinen Originál-Manusscript statt "zsarnok Király" "bitang király" gestanden sei ind der Redacteur sich eigenmachtig diese Aenderung erlaubte, wie er den Ausdruck "bitang" was "ungewiss heisst" und auch von "bitang 16" ein "Herrenloses Pferd" gebraucht wird, für unásthetisch gehalten habe-für welche Behauptung uns jedoch der Herr Inquisit den Beweis schuldig verblieb, weil er das originál Manusscript in den Hánden des Redacteurs Bajza gelassen, dieser aber seit dem die Flucht ergriffen habe, H.Inquisit habe unter bitang király einen ungewissen König verstanden, weil damals zu Pesth über die Abdication [Abdankung, N. K. ] des Kaisers Ferdinánd im Publicum keine offiziellen Nachrichten sondern nur Zeitungsberichte hatte, und daher nicht wusste wer eigentlich König sei. ten Der Herr Inquisit gesteht Ubrigens in der 23 Antwort des artikulirten Verhöres.dass er gewusst habe, dass eine starke Faction [Tatgemeinschaft.N.K. ] im Aufstande gegen Oesterreich bestehe, alléin von österreichischen Proclama­tionen und Manifesten habe er nichts erfahren, und seine fixe Idee seit dem Beginne der serbischen Grauel sei nur auf Unterdrückung des serbischen Aufstandes ge­richtet gewesen. Es sei zwar ein Fehler von ihm, nicht vorsichtiger in der Wahl der Ausdrücke zu Werke gegangen zu sein, alléin die That könne ihm nur als Schwache eines Dichteres, und nicht als Verbrechen angerechnet wer den; auch habe er nie revolutionáre Ideen gesezt, sich nie mit Politik bescháftigt, keine politischen Vereine oder Clubs besucht, und ganz zurückgezogen für die Wissen­schaft gelebt. Auch bezieht er sich zu seiner Rechtfertigung auf den neuesten ungarischen Volkskalender vom J.849, in welchem er ein Gedicht unter dem Titel "Uj világ szózat" ein Wort für die neue Welt einschalten liess, in welchem Gedichte er die Bauern zur Ordnung, Ruhe und Gehorsam gegen der König, das Ministerium und sonstige Obrigkeiten und ermahnt, und ihnen sonst noch manches Gute sagt. Erwáget man den Inhalt des vorliegenden zu erst erwáhnten Gedichtes "Riadó" "zum Aufbruch", so ist er ganz zum Aufruhr aufreitzend, was schon der Titel anzeigt. Der Verfasser ruft seine Landsleute die Magyarén auf, sich gegen die Despoten und ihre Ráuberheere zur Wehr setzen, ermuntere in der gegenwártigen Epoche insbesonders seit dem 27^ e n September v.J. herwárts als dem Tage der zu Pesth erfolgten Ermordung des Königs friedens Kommissárs Feldmarschall Lieutenants Grafen Lamberg. — Niemand andern als den König von Ungarn und die k.k. Armee verstanden habén konnte. Anzunehmen, wie der H.Inquisit gern glauben machen möchte, dass sich der Ausdruck "zsarnok" Tyranne, Unterdrücker bloss auf die Serben und Raitzen beziehe, und folglich der Ausdruck "haramiahadak" Ráuberhorde auch auf dieselben, ist nach den Regein der Hermeneutik[Auslegekunst,

Next

/
Thumbnails
Contents