H. Boros Vilma: Stein Aurél ifjúsága: Hirschler Ignác és Stein Ernő levelezése Stein Aurélról 1866–1891 (A MTAK kiadványai 61. Budapest, 1971)

Jegyzetek

135 Sein lebhaftes Interesse für die Kultur Asiens wurde bereits wäh­rend seiner Studien erweckt: einer seiner Lehrer, Hausmann, veran­schaulichte den indischen Heerzug Alexanders des Grossen mit so pak­kenden Farben, dass Aurel von dieser Zeit an sich ständig danach sehnte, denselben Weg beschreiten zu können. Deshalb befasst er sich bereits 1879 in Wien mit der sanskritischen Sprache, studiert verglei­chende Sprachwissenschaft und beschäftigt sich mit grossem Eifer in Dresden und Tübingen sowie später in Cambridge, Oxford und London mit einschlägigen philologischen Problemen. (Inzwischen habilitierte er sich in Tübingen bei Prof. Rudolf von Roth.) In der Person des geehrten Familienoberhauptes Dr. Ignaz Hirschler erblickte er stets das Ideal eines Wissenschaftlers. Er gesteht offen, ­wie dies aus seinem zum Geburtstag des Onkels geschriebenen Briefe hervorgeht, - dass er der menschlichen Gesellschaft ebenso nützliche Dienste erweisen möchte, wie sein verehrter Onkel (s. das Faksimile des Briefes auf s. 15). Ignaz Hirschler wird als der eigentliche Be­gründer der ungarischen wissenschaftlichen Augenheilkunde betrachtet, ­neben seiner praktischen, medizinischen Tätigkeit war er aber zugleich auch ein hingebungsvoller, sich stets für andere einsetzender, humanis­tisch« • Arzt Dieselben Züge treten selbst bei Aurel Stein während sei­ner Expeditionen hervor: er war derart über seine Reisegenossen be­sorgt, dass keinem einzigen etwas zuleide geschah. Das Wohl und Wehe aller seiner Untergegebenen, ja selbst seiner Kamele hielt er während der gefahrvollen und mühsamen Fahrten ständig vor Augen. Diese wachsame, liebende Sorgfalt zeugt zugleich auch von der Innigkeit, die man in der ganzen Familie, in der Umwelt des jungen Au­rels gegenseitig entgegengebracht hat Ignaz Hirschler bildete den Mit­telpunkt, samt den bei ihm wohnenden Eltern Aurel Steins, und sein Ge­burtstag war stets eine grosse Familienfeier. Unter den vier im Nachlass erhaltenen Briefen Aurels, (zwei unter diesen aus Lahore abgesandt), befinden sich zwei Geburtstagsgrüsse an den heissgeliebten Onkel. Beide Verwandton - Onkel und Bruder - gaben sich grosse Mühe, um die Fortsetzung der weiteren Studien Aurels zu ermöglichen. Ignaz Hirschler gelang es bei dem damaligen Kultusminister, August Trefort,

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