Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)
4. KAPITEL – Paläopathologische Untersuchungen
Székesfehérvár 1848-2002], Balassi Kiadó [Balassi-Verlag], Buda pest, 2008 (S. 148-159). Die umfassende paläopathologische Untersuchung der von uns freigelegten vier Knochenfunde der Matthiaskirche nahm der Pathologe und Paläopathologe Prof. Dr. László Józsa vor. Skelett von König Béla IIL: Im Th9 (Durchmesser 11x6 mm) und Ihl2 (Größe 17 x 9 mm) sowie im Wirbelkörper LI (Abmessungen 14 x 9 mm) in der oberen Deckplatte ein ungefähr zentral befindliches Schmorl-Knötchen. Spina bifida sacralisa (offener Rücken) an den Segmenten 4 bis 5. Spondylose im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule. Kleine Wirbelgelenke unversehrt. Manubrium sterni und Corpus sterni sind voneinander getrennt. Arthrose in beiden Sternoklavikulargelenken, die rechts ausgeprägter ist. Knochenkammbildung am Ursprung des medialen Kopfes des Musculus gastrocnemius an beiden Schienbeinen, die rechts 11 cm, links 10,5 cm lang ist. An beiden fibularen Oberflächen der Schienbeine befindet sich ein je 8,5 cm langer Knochenkamm. Die zwei Kniescheiben sind unterschiedlich groß. Die rechte ist 44 x 40 x 22 mm und die linke 49 x 45 x 24 mm groß. Auf der linken Kniescheibe Bildung von Knochenkamm, an der Oberfläche des Kniegelenks hirsegroße Knochentophi (Arthrosis). Am vorderen Rand des oberen Sprunggelenks links Knochenauswuchs. Die Gelenkflächen des Sprungbeins sind intakt. 104