Zalai Múzeum 10. 50 éves a Zalaegerszegi Göcseji Múzeum (Zalaegerszeg, 2001)

Horváth, László András: Neue Angaben zum Übergang von der Kupfer- bis Frühbronzezeit in Südwestungarn

58 Horváth, László András entscheiden, welche von den erwahnten Kulturen diesen Ort in Lickóvadamos als Wohnplatz benutzte. Das Problem des Herstellers unserer Axt kann auch anhand der Form nicht gelöst werden, da die Forschung heute eine genaue Typologie dieser Gegenstande noch schuldig ist. Zusammenfassung Die Wichtigkeit der Axt von Lickóvadamos, die typologisch den sog. Kömlőd-Kozarac-Axten zuge­ordnet werden kann, besteht darin, daB sie auf einem Gebiet des Karpatenbeckens vorkam, wo bis dahin ahnliche Funde unbekannt waren. 32 Eindeutig kann ihre kulturelle Zuordnung nicht bestimmt werden, da solche Geráte oder Waffen in zwei verschiedenen, einander folgenden Epochen erzeugt und benutzt wurden. Die Variationsbreite dieser Gegenstande ist groB, 33 jedoch hat unser Exemplar gute Entsprechungen. Am nachsten 1 Zu diesen Àxten gehören die Àxte der Gruppé III, Тур III, 2 von M. Garasanin (GARASANIN 1954, 70, Abb. 1, 8). 2 Z. Zeravica erwáhnt z. B. auch die ungarischen und serbischen Exemplare als Kozarac-Typ (ZERAVICA 1993, 28 ff), wáhrend M. Novotná allé Exemplare Stublo-Typ (NOVOTNÁ, 1970, 29-30), M. Kuna die Kozarac-Âxte Grica-Тур (KUNA 1981, 21) nennt. 3 lm genannten Grabfund von Mala Gruda wurde eine Axt vom Kozarac-Typ samt den Insignien eines Machthabers - einem goldenen Dolch und einer nichtbenutzten Silberaxt - gefunden (ZERAVICA 1993, 28). 4 GIRIC 1971, Taf. LVI, 2, Taf. ILI; GIRIC 1984, Taf. XI, 10. 5 ECSEDY 1983, 77, Taf. IX.4, Taf. XIV.4. 6 KŐSZEGI 1957, Taf. VI. 1-2. 7 KALICZ 1968, Taf. I, 2. 8 KOÓS 1993, Taf. 1,2. 9 KULCSÁR 1999, 20 und Abb. 1. 10 NEUGEBAUER 1990, 166. 11 NOVOTNÁ 1970, 30; Taf. 8. 142. 12 NOVOTNÁ 1970, 30; Taf. 8, 143. 13 MOZSOLICS 1967, Taf. I. 1-8; CHILDE 1929, fig. 113; Bronzkor 1995, Taf. 2. 14 ZERAVICA 1993, 27 und Katalog Nr. 57-63. 15 ZERAVICA 1993, 28-32 und Katalog 48-56. 16 KOVÁCS 1996, Abb.2; SZABÓ 1999, Abb. 1, 2. 17 NOVOTNÁ 1970, 29. 18 H. Parzinger behandelt die Àxte von Bányabükk und steht sie einigen Àxten des Kozarac- und des Grica­Hortes, bzw. dem Exemplar von Majs und Emőd­Nagyhalom, was vielleicht auf die jüngere, Somogyvár­zeitliche Datierung unserer Axt hindeutet. Aufgrund der Axt von Lickóvadamos wird die Annahme verstarkt, nach der die Àxte des Fajsz-Types keine ausschlieBH­chen Erscheinungen Westungarns waren (KOVÁCS 1996, 117), dort müssen wir auch mit den anderen zeitgleichen Geráte- oder Waffenarten der frühesten Bronzezeit rechnen. Als neu müssen die Funde der Vucedol-Kultur in unserem Territórium in Südwestungarn bewertet werden. Das lückenhafte historische Bild an der Wende der Kupfer- zur Bronzezeit konnte durch einige neue Fund­punkte bereichert werden, jedoch brauchen wir noch viel Arbeit und Mut, um die Geschichte auf unserem Territórium wáhrend der behandelten Zeit wirklich klar zu machen. 34 Fájsz in seinem 14. chronologischen Horizont, ohne die Kömlöd-Axte zu erwahnen (PARZINGER 1993, 350). A. Vulpe hielt die Kozarac-Áxte für eine jüngere Variante der Fajsz-Grundform (VULPE 1970, 39-41). Die Métallurgie dieser Zeit sei - seiner Meinung nach das Unterscheidungsmerkmal einer „in statu nascendi" Bronzezeit (ECSEDY 1983, 85; ECSEDY 1995b, 37). Das genaueste Parallelstück unseres Exemplares kann die Axt von Topolje (ZERAVICA 1993, Taf. 8, 79) sein. An demselben Ort reihte er dièse Àxte dem spáten Áneolithikum zu (COVIC 1976, 114). Eindeutig gehören die Funde von Gellénháza-Városrét bzw. die von Bak-Felrétbak zu dieser Zeit (HORVÁTH ­SIMON im Druck) und die Keramik des südlich von unserem Sammelgebiet liegenden Fundortes Hahót-Szar­tóri (BÁNFFY 1995, 43; BÁNFFY 1996, 101) kann nicht früher datiert werden. Eine ahnliche Lage treffen wir am Westrand unseres Sammelgebietes, im Kerka-Gebiet, wo trotz der archa­ologischen Gelándebegehungen und Sondierungen noch keine Nachweise der spatkupferzeitlichen Entwicklung bekanntgeworden sind (BONDÁR 1998a, 22; BÁNFFY 1998, 12). Hier handelt es sich besonders um die südtransdanu­bischen Siedlungen. Seitdem hier immer mehr sog. „reine" Kostolac Siedlungen - Dunakömlöd (ECSEDY 1985), Ordacsehi-Major (BONDÁR 1998b) - bekannt sind, ist es klar geworden, daB das obenerwáhnte Brandgrab von Keszthely-Fenékpuszta kein Sonderfall Anmerkungen:

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