Zalai Múzeum 5. (Zalaegerszeg, 1994)
Lauermann, Ernst: Frühbronzezeitliche Gräber in Niederösterreich nördlich der Donau
132 Lauermann, Ernst 1991 wurde anscheinend das Zentrum des Gràberfeldes erfafit, die Gràber lagen oft dicht gedrángt. 1992 wurde der Randbereich des Friedhofes auf 3 Seiten erreicht. Wobei besonders im Randbereich, auch etwas abseits gelegen, zahlreiche Kindergráber entdeckt wurden. Die Tiefe dieser Gràber war sehr gering, sie betrug von 40 cm bis 110 cm. Insgesamt konnten bisher 12 Gràber als Kindergráber angesprochen werden. Bei einem Grab fanden sich bei einem Erwachsenen auch noch 2 Kinder, die sicherHch zeitgleich niedergelegt wurden (V 95). Zur Datierung des Gràberfeldes kann zur Zeit noch nicht viel gesagt werden, da das Fundmaterial noch nicht vollstàndig restauriert ist. In 2 Grâbern (V 101 und V 109) fanden sich je eine klassische Aunjetitztasse (Abb. 5). Die Tasse aus V 109 hat auch eine sehr schone Wolfszahnverzierung. Sie kann wohl ans Ende der Stufe A 2 gestellt werden. Ansonsten treten hàufig Formen der klassischen Phase auf, wie Henkeltassen mit mehr oder weniger kugeliger Form und niedrigem Hals (Abb. 6), weiters Nàpfe, Schalen, Töpfe und Henkeltöpfe. An Metallformen finden sich 4 Griffplattendolche, Nadeln insbesondere Hülsenkopf-, Rollenkopf- und Schleifennadeln (Abb. 7), Drahtschmuck und 1 Ösenhalsring. Das vorgestellte Gràberfeld ist bereits jetzt das bisher gröBte bekannte Aunjetitzgràberfeld in Niederösterreich mit zur Zeit 40 untersuchten Grâbern. Da das Areal des 1 Scheibenreiter F. , Die Aunjetitzkultur in Niederösterreich, ungedr. Diss. Wien, 1953. 2 Scheibenreiter F. , Das Siedlungsgebiet der Aunjetitzkultur in NO, ArchA 19/20, 1956, 108 ff. Derselbe, Das Gràberfeld Steinleiten in Roggendorf, NO, ArchA 23, 1958, 51 ff. Derselbe, Das Aunjetitzer Gràberfeld Kirchbergheide in Roggendorf, ArchA 25, 1959, 74 ff. 3 Janecek A., Gràber der Aunjetitzkultur bei StraB, G. B. Langenlois, NO, ArchA 28, 1960 Iff. Az aunjetitzi kultúra kutatásában alapvető volt F. Scheibenreiter tevékenysége. Azóta a kutatás pang, a leletanyag növekedése a véletlen folytán előkerült sírleletekre korlátozódott, így érthető, hogy az aunjetitzi kultúra délkeleti részének (D-Morvaország, Weinviertel, a Waldviertel K-i pereme) időrendi kérdései még tisztázatlanok. Ennek megoldására kezdeményezte az Alsó-Ausztriai Tartományi Múzeum a Stockerautól Ny-ra lévő Unterhautzenthal határában egy korabronzkori település és a hozzá tartozó temető feltárását. Friedhofs in der Stufe Hallstatt A als Siedlungsplatz gedient hat, so wurden durch urnenfelderzeitliche Siedlungsgruben mindestens noch weitere 3 Gràber zerstört. Abgesehen von diesem geschlossenen Gràberfeld, wurden 1989 im Zugé der Siedlungsgrabung auch 4 Gràber mit insgesamt 5 Individuen entdeckt. Besonderes Interessé verdient eine Doppelbestattung zweier Kinder, die in áulierst liebevoller Haltung beigesetzt wurden (Abb. 8). Neben diesen regulàren Grâbern fanden sich in 3 Siedlungsgruben Beisetzungen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die 1987 gemndene Bestattung von V 16. Am Boden einer Speichergrube wurde ein ca. 45jáhriger Mann niedergelegt. Als Besonderheit war sein Kopf und sein Schultergürtel mit Knochen von Hausrind und Hauspferd bedeckt. 7 Diese Tatsache alléin weist auf eine Besonderheit der Bestattung hin, da Rinder — und ganz besonders Pferdeknochen als Fleischbeigaben nicht üblich waren. Einen weiteren Grund für die Ausnahmestellung des Individuums erbrachte die anthropologische Untersuchung. Eine Schádelverletzung von einem stumpfen Gegenstand stammend, dürfte Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Mannes gebracht habén. Möglicherweise hat hier die durch die Verletzung bedingte Sonderstellung in der Gesellschaft zur Sonderbehandlung im Tode geführt. 4 Neugebauer J.—W., Das frühbronzezeiüiche Gràberfeld von Bernhardsthal, Flur Unfrieden, NÖ, FÖ 17, 1978, 155ff. 5 Wewerka В., Ein frühbronzezeitliches Gràberfeld aus Zwingendorf, NÖ ArchA 66, 1982, 21ff. 6 Die anthropologische Bestimmung der Skelette übernahm Fr. Dr. Maria Teschler - Nicola vom Naturhistorischen Museum Wien. 7 Die zoologische Bestimmung der Tierknochen übernahm Hr. Dr. Erich Pucher vom Naturhistorischen Museum Wien. A hulladékgödrökbe helyezett halottak mellett szabályosan elhelyezkedő sírokat is találtunk. Férfiaknál és nőknél egyaránt általános a D—E tájolás. Nagy jelentőségű, hogy a sírmező gyakorlatilag bolygatatlan. A sírforma, a sírmélység és a mellékletek eltérései az eltemetettek társadalmi különbségeire utalnak. Feltűnő a gyermeksírok nagy száma. A három oldalról már lehatárolt temetőből eddig 40 sírt ismerünk. Anmerkungen: Lauermann, Ernst: Korabronzkori temetkezések Alsó-Ausztriában a Dunától északra