Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)
Brotbehälter Das Brot war das beliebte, tägliche Lebensmittel der Familien, es wurde nur pur oder zu warmen Speisen gegessen. Genau deswegen sind die Hausfrauen sehr sparsam mit dem Mehl umgegangen, damit der für das ganze Jahr bestimmter Mehlbestand ausreicht. Die frisch gebackenen Brote hat man in der Kammer auf den Brotbehältern gelagert, wo das Brot mit dicken Rinden sogar zwei Wochen lang frisch blieb. Außer der in der Ausstellung zu sehenden Brotbehältern in Form von Regalen, waren Behälter mit mehreren Stufen von vertikaler Achse in der Gegend bekannt. So einen Typ kann man in der Kammer des aus Zalalövö stammenden Hauses sehen. „Lésza" Links vom Eingang an der Wand steht die geflochtene „lésza" mit Holztüren. Zwei Benutzungszwecke von ihr sind in Göcsej bekannt: sie war geeignet für das Trocknen und Räuchern von Obst und Quark. Die Kiste war geflochten, so konnte das Lebensmittel gut gelüftet werden. Wenn Obst darin gedörrt wurde, stand sie auf dem Dachboden, wenn Quark darin getrocknet und geräuchert wurde, wurde das zum Rauchloch der Küche gezogen. Hier wurde der Quark durch den aus dem Ofen kommenden Rauch geräuchert. Ebenfalls hier am Rauchloch wurden das Fleisch, die Wurst und der Speck aufgehängt, wo der Rauch die Lebensmittel konserviert hat. 9. STALL AUS HOTTO Neben den Wohnhaus steht der Stall. An seinen Wänden kann man den gelben Lehm mit Ton gut sehen, es war nämlich nicht nötig, die Wirtschaftsgebäude weiß zu tünchen. Zum Gebäude gehören ein Rind - und Pferdestall, eine Kammer und eine bedeckte Ebene. Im Museum kann man im bedeckten Raum verschiedene Pflüge, Fuhrwerke, Schubkarren, an der Wand des Stalles Joche und Seiten von Fuhrwerken sehen. Weder die Wand der Diele noch selbst die Diele bleibt unbenutzt. In der Diele steht der Schnitzstuhl und an der Wand hängt auch hier ein Joch, damit es der Bauer in der Hand hat, wenn er die Tiere einspannt.