Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)

Beschlagsbock Der Pferdebeschlag war die häufigste Arbeit des Schmiedemeisters, zu der außer seinen Geräten der sog. Beschlagsbock ein unentbehrliches Mittel war. Die Stütze ist aus hartem Holz angefertigt worden, auf die das Bein des Pferdes gelegt wird, um die Nagel zu formen, bevor das Hufeisen darauf gelegt wird. Es ist sehr wichtig, die Nagel gut vorzubereiten, damit des Hufeisen einwandfrei auf das Bein des Pferdes paßt, wenn es ja eng oder weit ist, kann das Pferd lahm wer­den und für längere Zeit nicht arbeiten. Wenn er mit dem Formen fertig ist, kommt der Hufbeschlag. Bohrmaschine In dem 20. Jahrhundert haben sich die Schmieden weder äußerlich noch die Ausrüstung entscheidend geändert. Bis zu den letzten Jahrzehnten wurde es dort mit den Werkzeugen aus dem 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhundert gearbeitet. Heutzutage sind im Laufe der Verbreitung der Maschinen bei den traditionell handlichen Arbeitsphasen neue Mittel er­schienen. Früher haben die Meister aber mit wenigen Maschinen gearbeitet. In der im Museum repräsentier­ten Werkstatt ist auch nur eine einzige Maschine zu sehen, die links vom Eingang aufgestellte Bohrmaschi­ne von Handbetrieb. Handwerkszeichen für Schmiedemeister Die Handwerkszeichen wurden für die Bezeichnung eines Berufes oder einer Werkstatt verwendet. Die waren meistens die Miniaturen der in der Werkstatt angefertigten Gegenstände oder die aus den typi­schen Werkzeugen zusammengestellte Gegenstände. Was könnte die Schmiede besser bezeichnen als das Hufeisen, das nicht nur eines der seit lange gekann­ten Symbole ist, sondern mit einem glückbringenden Aberglaube verbunden ist.

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