„Stephan Dorffmaister pinxit”. Dorffmaister István emlékkiállítása (Zalaegerszeg, 1997)
Buzási Enikő: Die Bildnisse und Auftraggeber Dorffmaisters
das ihm 1778 verliehen wurde. Das Bildnis wurde bei seiner letzten Ausstellung ins Oeuvre Dorffmaisters eingegliedert. Die Zuschreibung beruht auf einer Annahme, wonach das Bild mit einem nur aus der Literatur gekannten Bildnis des Erzbischofs Patasich identisch sein könnte, das einst von Varaschdin in die Sammlung des Ivan Kukuljevic gelangt war und in deren Verzeichnis als ein Werk Dorffmaisters mit der Datierung 1787 eingetragen wurde. Es steht jedenfalls fest, daß es sich dabei um ein retrospektives Bildnis handelt. Literatur: Schneider 1982, 148, Kat. Nr. 207, Abb. 87; Baroque in Croatia 1993, 419, Kat. Nr. 475. 25. Graf József Cziráky (1690-1742) Zweite Hälfte der 1780er Jahre Öl, Leinwand 195 x 113 cm Győr, Xantus-János-Museum Inv. Nr. 62.10.1. Inschrift links: „Com: Jos: Cziráky de Eadem et Dénesfalva Eques Aurat. S. С Rq3 Maj: Colonellus" Herkunft: Erworben von József Cziráky Restauriert von Mária Túri, 1997 Der Dargestellte, ein Sohn des László Cziráky und der Erzsébet Ujfalussy, war laut Inschrift des Bildes Ritter vom Goldenen Sporn und kaiserlicher und königlicher Kolonell. 1723 erhielt er von Karl VI. den Grafentitel. Er fiel im Erbfolgekrieg in einer Schlacht bei Prag {Nagy Iván III. 201; Bártfai Szabó 1913, 691/Anm. 152; Csatkai (Dénesfa) 1940, 33; zum Geburtsjahr: MOL P 623 Familie Széchényi IX, Bündel 3, Nr. 4, Genealogie). Das Bildnis entstand vermutlich nach einer Vorlage, die aufgrund der Gesichtszüge möglicherweise identisch ist mit einem Halbfigurenbildnis eines unbekannten Malers, das sich früher im Besitz der Familie befand. Letzteres Bild ohne Inschrift wurde von Erőss (1943. gegenüber 56) als Bildnis des Vaters, László Cziráky, veröffentlicht.- Zur kompositioneilen Verwandtschaft des Ganzfigurenporträts mit dem Bildnis István Niczky, ferner zur Autorschaft Dorffmaisters siehe Näheres im Aufsatz. Siehe Kat. Nr. 32. 26. Die Gattin des Grafen József Cziráky, geb. Gräfin Borbála Barkóczy (1699-1772) Zweite Hälfte der 1780er Jahre Öl, Leinwand 195 x 113 cm Győr, Xantus-János-Museum Inv. Nr. 62.9.1. Inschrift rechts: „Com: Barb. Barkóczy de Szala. Com: Jos: Cziráky Consors" Herkunft: Erworben von József Cziráky Restauriert von Mária Túri, 1997 Das Bildnis von bisher unbestimmter Autorschaft gehört zur Ahnengalerie der Familie Cziráky. Die anzunehmende Vorlage war ein Halbfigurenbildnis eines unbekannten Malers, das sich zuvor im Besitz der Familie befand und von Erőss (1943. gegenüber 56) fälschlich als Bildnis der Gattin des László Cziráky, geb. Erzsébet Ujfalussy veröffentlicht wurde. Neben der Ähnlichkeit der Gesichtszüge und der Übereinstimmung einiger Details der Kleidung mit unserem Bild wird die Übereinstimmung der Dargestellten, also der Zusammenhang der beiden Gemälde, auch dadurch untermauert, daß beide Damen mit dem Sternkreuzorden dekoriert erscheinen. Von der Gattin des László Cziráky, der an der Seite von Rákóczi gegen Habsburg gekämpft hatte, ist es kaum anzunehmen, daß sie vom Herrscherhaus diesen Orden verliehen bekommen hätte. Typ, Inszenierung und gegenständliches Beiwerk zeigen auffallende Ähnlichkeit mit weiblichen Bildnissen einer Ahnengalerie, die 1780 von János Mertz gemalt wurden und vermutlich Mitglieder der Familie Apponyi verewigt haben. Diese gehörten zur Ausstattung des Schlosses Hőgyész (heute: Szekszárd, Bildergalerie, s. Bakó, Zs. - Szentes, A. in: MÉ 1984/1-2. 16-17, Abb. 1-3). Zur Autorschaft Dorffmaisters siehe Näheres im Aufsatz. Beide Bildnisse unveröffentlicht Siehe Kat. Nr. 33. 27. Weibliches Bildnis 1790 Öl, Leinwand 91 x 71 cm Einst in Budapester Privatbesitz, zur Zeit verschollen Signatur: (auf der Rückseite) „Stephan Dorffmaister pinxit 1790" Quelle: UNG, Archiv der Hauptabteilung Dokumentation 28. Männliches Bildnis 1790 Öl, Leinwand 91 x 71 cm Einst in ungarischem Privatbesitz auf dem Lande, zur Zeit verschollen 173