A Göcseji Múzeum jubileumi emlékkönyve 1950-1960 (Zalaegerszeg, 1960)
Néprajz - H. Kerecsényi Edit: Fehérhímzéses viseleti darabok Nagykanizsa környékéről
FEHÉRHÍMZÉSES VISELETI DARABOK 329" WEISSGESTICKTE TRACHTENSTUCKE AUS DER UMGEGEND VON NAGYKANIZSA Das Museum von Nagykanizsa besitzt ab 1850 verfertigte Kleidungsstücke in Weissstiickerei, die wir in zwei Gruppen teilen können. Auf den aus Leinen, Hanf od. Halbleinen verfertigten Kleidungsstücken, wie z, B. auf den „pfeifenförmigen" Ärmeln der Mänmerhemden aus Scimogy (Abb. 1, 2, 3) und auf den Ärmeln der aus der Mitte des vorigen Jahnhunderts stammenden: Frauenhemden aus der Umgebung von Csurgó (Abb. 8) finden wir fadengezählte WeSssstickerei und Durchbrucharbeit (umg, „suibriika"). Für die Stickereien der Frauenihemdärrnel in der Umgebung von Csurgó sind noch die Doppeldurchbruehtechnik und die gestrickte Spitze kennzeichnend. Im allgemeinem, ist der untere Rand der Hosenbeine über den Fransen gleichfalls mit Durchbrucharbeit geschmückt. Dieser fadenzählende Flachstich und die Durehbruehariheit behaupteten, sieh auch nach den 70-er Jahren, als auf den Hemdärmelni aus Somogy (Abb. 3.) oberhalb des angenähten, zurückgeschlagenen Teiles mit Hochstich und Lochstich gearbeitete Bluimeomotive in Freihandzeichung erscheinen. Die seit den 70-er Jahren sich immer mehr verbreitenden Armelbündchen (Manschetten) der Männerhemdeni (Abb. 4, 5, в, 7) und die feineren Frauenhemden aus der Umgebung von Kiskomárom (Abb. 9, 10) sowie die zwischen I860'—11909 verfertigten Kopf- und Halstücher aus Chiffon (Abb. 9, 11, 12, 13, 14) wurden nach Freibamdzeiehnungsmusterms mit Flach- und Hochstich, Lochstioh Schlingstich, Kettenstich, ineinandergescMungenem Kettenstich, Staibstich, übergesticktem Flachstich Zopfstich und anderen Sticharten geziert. Häufig haben sie gehäkelte, seltener geklöppelte Spitzen. Mit der Verbreitung der Fabrikwaren kamen an der Jahrhundertswende und zur Zeit des ersten Weltkrieges die weissgestiekten Kleidungsstücke älteren Typs aus der Mode. Nur die alten Leute trugen, sie noch eine Zeitlang, die meistens in diesen Kostümen bestattet wurden. Die Stickmuster wurden zumeist von handfertigen Frauen auf den Stoff vorgezeichnet (Abb. 16, 16), häufig wurden sie aber von gestickten Musterstücken durch Abreiibeini mit Bleilöffel oder auf andere Art auf die zu schmückende Kleidungsstücke übertragen. Edith H. Kerecsényi