A Göcseji Múzeum jubileumi emlékkönyve 1950-1960 (Zalaegerszeg, 1960)
Helytörténet - Iványi Béla: Zalavár és a balatonhídvégi átkelő a török időkben
180 IVÁNYI BÉLA ZALA VAR UND DIE FURT BEI BALATONHIDVÉG IN DER TÜRKENZEIT • Zalavár — der spätere Naimemgeber des Kotmitates — liegt südwestlich von Keszthely (bed Plattensee). Der Slawe Privina Hess im 9. Jh. die Burg erbauen, die im 12. Jahrhundert — möglicherweise aber bereits seit der Gründung des ungarischen Königreiches — Eigentum des Herrscherhauses war. Im 15. Jh. ging die Burg dann in den Besitz der Abtei von Zalavár über. Van der Stärke der Burg in den Zeiten vor 1626 haben wir keine Kenntnis. Da alber im 16. Jh. keine Bauarbeiten vorgenommen wurden, vermuten wir, dass der im Jahre 1999 durch Turco, den kaiserlichen Kriegsingendeur angefertigte Grundriss der Burg ihr mittelalterliches Aussehen festhielt. Demnach war es ein vieiieckiger Bau mit Gebäuden, an drei Seiten und einer Mauer an der vierten Seite. Die ganz aus Stein erbaute innere Burg war 29 x 21 Schnitte gross. Die Burg lag auf einer Insel des Zala-Flusses. Eine Pfahlmauer am jenseitigen Flussufer diente noch zum Schutz der Burg. Obwohl der Erhaltungszustand der Burg ein sehr schlechter war, wurde sie nach dem Fall von Kanizsa (1600) — da sie wegen des morastigen Umlandes nur schwer zugänglich war — zu einer wichtigen Grenzfeste den Türken gegenüber. Man suchte desöfteren um die Verstärkung der Burg an, aber immer vergeblich. Der Besatzung von Zalavár oblag auch die Bewachung der Furt von Hidvég, der einzigen Übergangsstelle aus dem ungarischen Königreich in das Komitat Somogy. Die türkischen Angriffe gegen die Furt wurden um die Mitte des 17. Jhs. immer häufiger, bis endlich die Furt ganz zerstört, und erst schwer ersetzt wurde. Wir wissen von Bauarbeiten, die im Jahre 1682 in der Burg vorgenommen worden waren. Auch die Befestigungswerke wurden verstärkt. Eine wichtige Rolle kam der Burg noch im Jahre 1690, anläsislich der Belagerung von Kanizsa zu. Nach der Wiedereroberung von Kanizsa aber verliert sie ihre Bedeutung als Grenzfeste. Man überliess sie ihrem Schicksal. 1702 wurde sie dann auf Befehl der Wiener Regierung in die Luft gesprengt. Nicht einmal ihre Ruinen stehen mehr. — Die Bedeutung dieser Studie besteht darin, — dass sie über die Bekanntmachung der Burg Zalavár und der Furt bei Balatonhidvég hinausgehend — das beben in den türkenzeitlichen Grenzfesten des Komitates Zala darstellt. Béla Iványi