A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 14. – Történelem (Veszprém, 1979)

Guzsik Tamás: Veszprém megye középkori templomépítészetének kutatási kérdései

Die mehr schiftigen Grundriss-Strukturen wurden auch in das oben dargestellten System - nach der Apside — einge­reiht. Insgesamt 10 mehrschiffige Grundrisse sind bekannt (6,45%), davon sind 3 Stück von halbkreisförmiger, 3 Stück von gerader, 2 Stück von polygonaler Apside mit Stützpfei­ler, 2 Stück von unbekannter Apside. Die Verteilung der durch kirchlichen Gemeinschaften gebrauchten Gebäude nach der Form der Apside ist folgendes: halbkreisförmige: 3 Stück, gerade: 5 Stück, polygonale: 1 Stück, Polygon mit Stützpfeiler: 7 Stück, Rotunde mit Kreisapside: 1 Stück, polygonales zentrales Gebäude: 1 Stück, unbekannte Apside: 2 Stück. In der beigelegten Tabelle wollten wir mit statistischen Angaben die Zusammenhänge zwischen der Stiftungszeit, der Rechtsstellung des Gebietes und der Grundriss-Struktur demonstrieren. Eine ausführliche Bewertung dieser Zusam­menstellung würde über den Rahmen dieses Aufsatzes hinaus­gehen, wo nur die Methode dargestellt werden wollte. Man kann aber damit von einigen wichtigen Zusammenhängen eine Übersicht geben. In der Tabelle werden die bisher be­kannt gemachten Bezeichnungern verwendet. 109 Baudenk­mäler wurden untersucht, die Werte sind in absoluter Quan­tität (Stück) und laut der Untersuchungsmethode in relativer Teilung (%) angegeben. Die Bruchzahlen in der Quantität nach Besitzverhältnissen kommen wegen der Beachtung der geteilten Güter vor. 86,96% der Stiftungen im 11-12. Jh. sind von Halbkreis­apside, die meisten von ihnen lagen auf königlichen Gütern (16,70%) bzw. auf weltüchen Grossgrundbesitzen (18,09%.) Das Grossteil aller Stiftungen im 11-12. Jh. fällt den welt­lichen Gütern zu, was mit der frühen Erscheinung der schutz­herrlichen Funktion zu erklären ist. 19,44% der Kirchen im 13. Jh. haben Halbkreisapside, in ihrer Stiftung spielt auf weiterhin das weltliche Gut eine führende Rolle (8,97%). Fast dreimal soviel sind die Kirchen im 13. Jh. von gerader Apside (52,78%). Hier spielt wieder das weltliche Gut eine wichtige Rolle (11,5 7%), aber kaum bleibt hinter ihm die Bautätigkeit des Veszprémer Bistums (10,43%) und der königlichen Dörfer (9,72%) zurück. Im grossen und ganzen ist die Kirchenstiftung nach dem Besitzer von gleicher Verteilung. Im 14-15. Jh. verschwindet beinahe völlig die halbkreis­förmige Apside, bezeichnend ist dagegen das Weiterleben der geraden Apside (in einzelnen Fällen mit Eckstützpfeiler ergänzt), besonders auf den weltlichen Gütern (17,86%). Polygonale Apsiden ohne Stützpfeiler befinden sich auf den königlichen Gütern, sowie auf den Gütern des Mönchsorden, in ihrer Verbreitung wirkten wahrscheinlich die letzteren mit. Ähnlicherweise verbreitete sich das Polygon mit Stützpfeiler durch die Vermittlung der Orden, am häufigsten ist es auf den weltlichen Gütern (13,14%). Die Entwicklung des Kirchenbaues der adeligen Gemein­den von freier Rechtsstellung ist auch interessant. Diese Dör­fer spielen in keiner Periode eine bestimmende Rolle, sie sind aber - zwar etwas verspätet - treue Nachfolger der jeweili­gen Mode. Schon hier möchten wir diesen Begriff unterstrei­chen, es gibt nämlich in jeder typologischen Zusammen­fassungen viel Richtiges, alle hier aufgezählten Komponenten üben gewiss auf die Architektur je eines Gebietes in einer bestimmten Periode eine Wirkung aus. Man darf aber den spontanen modeartigen Einfluss der Vorbilder nicht ausser acht lassen. Das kann nicht nur die Folge der Impressionen und Informationen der Stifter sein, sondern auch die Wider­spiegelung oder aber die Grenze der Bildung und der Fach­kenntnisse der örtlichen Meister, was dann zu einem bestim­menden Faktor der dörflichen Kirchenarchitektur eines Ge­bietes und einer Periode wird. Die anderen Elemente der typologischen Bestimmung (Emporium, Kapelle) wurden auf der Tabelle nicht be­zeichnet. Der Grund dafür ist, dass diese Elemente im Laufe der Zeit am meisten umgebaut oder umgestaltet wurden, also ihre Rekonstruktion - überhaupt ihre Existenz oder ihr Feh­len - ist nicht mehr möglich. Ausserdem sind sie in typolo­gischer Hinsicht untergeordnete Gebäudeteile. Beispielsweise stellen wir die Untersuchung der Türme an Hand der Grund­risse von 143 Kirchen auf. Davon sind: - Kirchen mit Turm: 65 Stück, 45,45%. Verteilung des Turmes nach der Funktion der Apside: X: 13 Stück (9,09%), X: 25 Stück (17,48%), X: 4 Stück (2,80%), X: 11 Stück (7,68%) ? : 12 Stück (8,40%). Einen Turm haben die Kirchen von 4 kirlichen Gemeinschaften (2,80%). - Kirchen mit zwei Türmen: 4 Stück (2,80%), ihre Vertei­lung: X: 2 Stück (1,40%), X: 1 Stück (0,70%), ? : 1 Stück (0,70%). 3 Kirchen von kirlichen Gemeinden haben 2 Türme (2,10%). - Kirchen ohne Turm: 65 Stück (45,45%), ihre Vertei­lung: X: 20 Stück (13,99%), X: 24 Stück (16,78%), X: 3 Stück (2,10%), X: 5 Stück (3,50%), ? : 8 Stück (5,58%), O: 4 Stück (2, 80%), X: 1 Stück (0,70%). Davon besassen kirliche Gemeinschaften 6 Stück Baudenkmäler (4,20%). - Kirchen, wo die Existenz eines Turmes nicht zu entscheiden ist: 9 Stück (6,30%), davon gehören 3 Stück (2,10%) zu kirlichen Gemeinschaften. Lichtweite und Dimension Die Rubriken 9 und 10., wo die Lichtweite und die Di­mension der Kirchenschiffe bezeichnet wurde, sind wieder nicht komplett. Es ist klar, dass bei der Untersuchung der Dimension die Masse der Höhe unbedingt beachtet werden müssten. Trotz der Kenntnisse über das ganze mittelalterliche Matrial der Baudenkmäler sind die diesbezüglichen Angaben sehr spärlich. Das Gebäude ist oft unvollständig (Ruinen) oder es fehlt ganz (Grundmauern) und wo es noch existiert, wurde es dort durch die nachträgliche neuzeitege Decke (Barockgewölbe) bedeutend abgeändert. Man kann nicht ein­mal das wirkliche Mass des Grundrisses bestimmen. Die Exis­tenz des Emporiums oder die Verbindung des Westwerkes und des Schiffes ist auch unsicher, (ob es als einheitlicher Raum betrachtet werden kann). Bei allen Baudenkmälern (119 Stück) wurde immer der optisch warnehmbare oder funktionell einheitlich nutzbare innere Raum untersucht, ohne Anbauten oder Räume von anderer Funktion (Apsis, Kapelle). Die charakteristische (durchschnittliche) Lischtweite und das Verhältnis der einzelnen Perioden und deren Grundriss­typen wird-in der folgenden Systematisierung dargestellt (auf grund der quantitativen Angaben der Tabelle). - Durchschnittliche Lichtweite und Dimension der Bau­denkmäler aus dem 11-12. Jh.: л 20 Vorkommnisse 86,96% 8,54 x 5,57 m 1:1,53 ru 1 Vorkommnis 4,35% 6,15 x3,90 m 1:1,56 ?; 2 Vorkommnisse 8,69% 8,77 x5,60m 1:1,57 Für die Kirchen aus dem 11—12. Jh. ist (unabhängig vom Grundriss) die folgende Lichtweite charakteristisch: 8,46 x 5,50, Dimension: 1:1,54. - Baudenkmäler aus dem 13. Jh.: -л. 14 Vorkommnisse 19,44% 9,03 x 5,88 m 1:1,54 -TL 38 Vorkommnisse 52,78% 9,26 x 6,23 m 1:1,49 -Л. 3 Vorkommnisse 4,17% 9,27 x6,03 m 1:1,54 ?: 17 Vorkommnisse 23,61% 10,82x6,60 m 1:1,64 Durchschnittliche Lichtweite: 9,58x6,24. Dimension: 1: 1,54. - Baudenkmäler aus dem 14-15. Jh.: .rv. 1 Vorkommnis 7,14% 15,73 x 7,05 m 1 : 2,23 _TL 4 Vorkommnisse 28,57% 15,92x8,57 m 1:1,86 Л. 3 Vorkommnisse 21,43% 14,48x6,13 m 1:2,36 Х- 3 Vorkommnisse 21,43% 11,30x5,97 m 1:1,89 ? : 3 Vorkommnisse 21,43% 20,43 x 9,97 m 1 : 2,05 176

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