A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 8. (Veszprém, 1969)

Wessetzky Vilmos: Egyiptomi kultuszemlékek jelentősége Veszprém megyében

Die Bedeutung ägyptischer Devotionalienfunde auf dem Gebiet des Komitats Veszprém Der größte und entscheidendste Teil von Objektfunden aus der Zeit der für die Geschichte Pannoniens so eigenartig bezeichnenden Ostkulte sowie des aus der römischen Kaiser­zeit überkommenen besonders reichhaltigen Fundmaterials ägyptischer Kulte kam ganz selbstverständlich aus dem Boden des römischen Siedlungsbereichs in Pannonién zum Vorschein. Vom Gesichtspunkt der Bewertung der Kulte ist und bleibt jedenfalls das bisher aus dem Boden des Komitats Veszprém gehobene Fundmaterial das wichtigste, wenn sich auch das bedeutsamste bauliche Kultdenkmal, das Isis-Heiligtum von Savaria, auf dem Boden des Komitats Vas befindet und das bisher künstlerisch hochwertigste Kultobjekt, der Krug von Egyed mit der Darstellung ägyptischer Gottheiten, aus dem Boden des benachbarten Komitats Sopron stammt. Es soll in diesem Zusammenhang auch erwähnt werden, daß neben Savaria, dem heutigen Szombathely, auch die im Norden von Budapest gelegene römische Lagerfestung Aquincum die andere zentrale Fundstätte ägyptischer Devotionalien ist. Vier solche unterschiedliche Kultobjektgruppen sind der Ausgangspunkt zu ebensoviel Fragestellungen. Wenn auch vorläufig eine endgültige Beantwortung dieser vier Probleme nicht gut möglich ist, so beinhalten sie allenfalls die grund­legende Thematik für alle Lösungsversuche. Das wichtigste, aber auch am schwersten zu lösen scheinen­de Problem ist jenes des ägyptischen Altarsteins, der in Bala­tonszabadi zum Vorschein gekommen ist. Nach den ver­fügbaren Daten soll dieser Fund aus der Gegend von Bada­csony nach dem jenseitigen Balatonufer geraten sein. Klar erscheinen auf dem Stein die Gestalten der Gottheit Osiris auf einem Throngestühl, des Licht- und Sonnengottes Horos sowie des Gottes Anubis, ursprüngMch mit Schakalskopf, aber zur Römerzeit auch mit Hundekopf dargestellti. Im pannonischen Fundmaterial kann diese letztere Anubis­Darstellung etwa als einzigartiger Hinweis aufgefaßt werden auf die Sothis- (Hundestern)- Periode mit dem Bild eines rückblickenden Hundes. Ansonsten ist der rückblickende Schakal der Ägypter als Hieroglyphe auch gleichbedeutend mit dem Begriff „Wasserspender" und kann derart Hinweis Il est d'une nécessité évidente que la partie la plus grande et la plus caractéristique des monuments des cultes orien­taux — qui prêtent un air particulier à l'histoire de Pannonié — se trouve sur les territoires habités par les Romains. C'est le cas, naturellement, des monuments des cultes égyp­tiens de l'Empire dont le matériel vu sa richesse est d'une importance primordiale. Bien que le sanctuaire d'Isis de Savaria, dans le département de Vas soit l'édifice cultuel le plus remarquable, et que l'objet cultuel le plus important — l'aiguière d'Egyed — représentant les dieux d'Egypte soit retrouvé dans le sol du département de Sopron, et qu'Aquin­cum soit à côté de Savaria l'autre centre important des cultes égyptiens en Pannonié, pourtant du point de vue de l'éva­sein auf die jahreszeitlich bedingten Nilüberschwemmungen. Man geht also wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß in der Gegend von Badacsony im Balaton-Oberland, auf dem römisch besiedelten Teil, ein ägyptisches Privatheiligtum ge­wesen sein mag. Wenn schon nicht ein solches Heiligtum, so doch eine Art römischer Götterwelt mag sich in unserer Vorstellung auf dem Fundort Fenékpuszta der seither leider verscholle­nen Kleinplastik des griechisch-ägyptischen Gottes Hermes­Thot abzeichnen. Die Darstellung dieser Gottheit erweist sich als ein recht heikles Problem, wenn durch Papyrusrollen oder den Vogel Ibis nicht auf den Thot-Charakter hingewie­sen wird. Ob ein Federsymbol am Gotteshaupt hinreichend ist, — soll vorläufig dahingestellt bleiben. Im gegebenen Fall tut man aber gut daran, wenn man Prof. Heklers Beschrei­bung der Kleinplastik nur mit Vorbehalt gelten läßt. Eigenartig ist auch die dritte Gruppe in der Reihe der Kultobjektfundstücke. Die von Edit Thomas beschriebenen, aus Blei gegossenen Kleinplastiken (Fundort: Gyulafirátót­Pogánytelek) lassen zwei interessante Möglichkeiten offen. Einmal, ob die beiden Isis-Fortuna Kleinplastiken für die Kultbedürfnisse der niedrigeren, also auch ärmeren Volks­schichten bestimmt waren? In diesem Fall würde nämlich die Annahme eine bedeutsame Bestätigung finden, daß dieser Kult in Pannonién weiterverbreitet war. Oder aber mag es sich hierbei um eine Art vom Werkstoff Blei ausgehende spe­zifische, magische Wirkung handeln, wie z. B. im Falle der in Ägypten ausnahmsweise aus Eisen gefertigten Amulette? Vom vierten Fundort im Bakony-Gebirge stammen zwei Osiris-Kleinplastiken, über die ich jüngst bereits berichten konnte. Diese bestätigen die Vorstellung, daß in Pannonién überall mit ägyptischen Kultobjektfunden gerechnet werden kann, wo geeignete Verkehrswege oder günstige Anbauver­hältnisse (z. B. Weinbau) das Entstehen römischer Nieder­lassungen ermöglichten. Die Tatsache, daß sich unter diesen Fundstücken auffallend viele Osiris-Kleinplastiken befinden, beweist, daß die Verehrung der Gottheiten viel verbreiteter war, als gewöhnlich angenommen. Vilmos Wessetzky luation des cultes, c'est le matériel archéologique découvert dans le département de Veszprém qui est le plus remarquable. Quatre monuments cultuels de caractères différents posent quatre problèmes. Même si actuellement nous ne pouvons encore donner de réponses satisfaisantes à ces questions, ce sont ces monuments qui constituent le matériel primordial des problèmes qui attendent leur solution. Le premier et le plus problématique de ces monuments est la pierre sacrée retrouvée à Balatonszabadi qui — selon les données dont nous disposons — y fut transportée de Bada­csony, de l'autre bord du lac. Sur la pierre on reconnaît faci­lement les figures d'Osiris assis sur le trône, d'Horus au dis­que du soleil et d'Anubis à la tête de chacal, c'est-à-dire, dans L'importance des monuments du culte égyptien dans le département de Veszprém 150

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