A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 7. (Veszprém, 1968)
Papp Jenő: A Bakony-hegység állatföldrajzi viszonyai
maanspruch und die von ihren gebildeten Pflanzengeselischaften bezeichnend. lim Falle einer günstigen mikro- und mesokliimatischen Umgebung kommen sogar Florenelemente vor, die für Hochgebirge, oder subalpine Gegenden charakteristisch sind. Die namhaften Pflanzenarten des Bakony sind: Primulus auricula, Allium victorialis, Trollius europaeus (subalpine Elemente) — Taxus baccata, Primula acaulis, Ruscus aculeatus (atlantisch-mediterrane Elemente) — Daphne cneorum, Eranthis hiemalis, Cotinus Coggyria, Scilla autumnalis, Hemerocallis lilio-asphodelus, Asphodelus albus, Crocus Heuffelianus, Stipa bromoides (mediterrane Elemente). Neben den herrschenden kalkliebenden Pflanzengesellschaften erscheinen in den westlichen Teilen acidophile Vegetationstypen in beschränkter Verbreitung. In dem ursprünglichen Vegetationsbild sind zwar die Eichenwälder mehr verbreitet, infolge subatlantischer Klimaeinwirkungen können jedoch auch Buchenzonen ensitehen. In den Becken und auf den Neigungen sind Feldbestellung, Wein- und Obstbau verbreitet. Die Klimax-Vegetation des Bakony ist von verschiedenen Eichen- und Buchenwäldern vertreten. In dieser Region dringen die Eichenwälder im allgemeinen bis zur Meereshöhe von 300 •—350 m vor, darüber (von 300 bis 700 m) erstreckt sich die Zone der Buchenwälder. In der Ordnung der Verbreitung kommen im Bakony folgende Typen von Eichenwäldern vor: Ото -Quer cetum, CotinoQuercetum, Fago-Ornetum (hauptsächlich auf den südlichen, südwestlichen Neigungen und Bergrücken) — Quercetum asphodeletosum, QuercetoCarpinetum und Luzulo-Quercetum (auf an Nährstoffen reichen Waldböden). In diesen Eichenwäldern leben sehr viele für Mittelgebirge charakteristische Tierarten, unter denen des öfteren Merkwürdigkeiten bezüglich der Tierwelt vorkommen. Die Buchen des Bakony (Melico- bzw. Melitti-Fagetum) bilden schöne Wälder insbesondere im NordBakony. Der Lebensraum der montanen Tierarten des Bakony ist die Zone der Buchenwälder deren es, mit der Ausnahme der Nord-Bakony, nur wenige gibt. Die Ursache davon dürfte es sein, dass die Buchenwälder submontanen Charakter haben. Die offenen Pflanzengesellschaften verteilen sich meistens auf breite Täler, Niederungen, Neigungen usw. (Diplachno-Festucetum, Festucetum sulcatae, Festucetum glaucae, Arrhenatheretum elatioris, Molinietum). Durch die Ausrottung der natürlichen Pflanzendecke und die landwirtschaftliche Bestellung grosser Gebiete (z. B. Balaton-Hochland, Ost-Bakony) wurde das weitere Eindrigen verschiedener thermo- und xerophilen Tierarten gefördert. Tiergeographische Lage des Bakony. — Auf der tiergeographischen Karte von MOCZAR—DUDICH (Abb. 2) erscheint der Bakony (ohne eine besondere Bezeichung) als ein Glied des westlichen (transdanubschen) Flügels (II/l) vom Matricum. Die zoo geographische Beschreibung des Bakony wurde ausschliesslich auf einer faunal-ökologisch-arealgeographischen Grundlage ausgeführt. Die gemeinen Tierarten können zwar durch ihr Dasein oder Fehlen eine tiergeographische Region kennzeichnen, die Absonderung eines tiergeographischen Gebiets geschieht jedoch aufgrund eines entsprechenden Ensembles und der Verbreitung von sog. Farbelementen. Neben den gemeinen Tierarten weiter Verbreitung oder grosser Häufigkeit sind es die Aufklärung der Farbeilemente, die Kartenaufnahme von den Angaben ihres Vorkommens, die Feststellung der verhältnismässigen Häufigkeit auf einem Fundort, die Pflanzengesellschaft, die geomorphologischen Verhältnisse des Fundortes die simultane Auswertung vieler sonstiger Erscheinungen mit ihrer Zusammenfassung bezüglich der einzelnen Tierarten, die über die Notwendigkeit für die Absonderung eines tiergeographischen Gebiets entscheiden. Nur im Besitz all dieser Kenntnisse kann der Ursprung einerseits von den Arten der sog. Grund-Fauna, andererseits von den sog. eingeborenen Arten (Endemismen) bzw. von anderen Gebieten stammenden (Farbelementen festgestellt, fernerhin Zeit und Umstände der etwaigen Einwanderung ermittelt werden. Mit Hilfe solch einer komplexen Anschauungsweise kann es erreicht werden, dass unser Bild bezüglich der Tierwelt sogar von einer kleinen Gegend sowohl hinsichtlich des Gebiets (Raumfaktor) als auch der Geschichte (Zeitfaktor) ein klares sein wird. Beschreibung der Farbelemente der Tierarten des Bakony. — Im Lichte des von DUDICH (1954) ausgesprochenen Prinzips „Die Farbelemente verleihen einem Gebiet seinen eigentümlichen Charakter und auf der Grundlage dieser kann es von der benachbarten Gebietseinheiten abgesondert werden" werden all diejenigen Arten aufgezählt, über die das Erwerben von Kenntnissen durch das Studieren der ungarischen zoologischen Literatur und durch die Forschungstätigkeit der jüngsten Vergangheit ermöglicht wurde. Die Anzahl der bisher nachgewiesenen Farbelemente im Bakony ist 73. Diese wurden in Faunaelement Typen eingeteilt (DE LATTIN, 1967), deren Liste auf Seite (292—293) zu sehen ist. Im Vergleich mit den 73 Farb-Species erscheinen die 23 Faunaelement-Typen zu viel. Bei einer Gruppierung von Arten unterschiedlicher taxonomischer Angehörigkeit dürfte jedoch diese Zahl sogar niedrig sein. Im Interesse einer Übereinstimmung mit der zeitgemässen tiergeographischen Anschauung sollen wiederum die Faunaelement-Typen nicht zerstückelt werden. Um der Übersichtlichkeit, Handlichkeit, der Erleichterung von fauna-genetischen Schlüssen und um weiterer Gesichtspunkte willen ist anstatt der Vergrösserung vielmehr die Verminderung dieser Zahl zweckmässig. Und genau die Übersichtlichkeit war das leitende Prinzip in der Zusammenfassung von mehreren Faunaelement-Typen unter einer Benennung, die als eine Kategorie zweiten Ranges betrachtet werden kann (z. B. eurasische Species). DE LATTIN (1967) verwendet im Palärktikum für .Hochgebirge und Tundren den Terminus ,,Oreotundral" und für die übrigen Gebiete den Terminus „Arboreal". Über Letzteres macht er folgende sehr wichtige und neuartige fauna-genetische Festellung von weitgehender tiergeographischer Bedeutung: ,, . . . die rezenten Ausbreitungszentren des Arboreals sind mit den glazialen Refugialgebieten der Waldfauna identisch" (p. 355.) Der Bakony darf noch so ein kleines Gebiet im Vergleich mit dem Paläark308