A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 4. (Veszprém, 1965)

Németh Péter–Torma István: A romándi későbronzkori raktárlelet

mit reicher Variantenserie vertreten. Bei den mei­sten Exemplaren ist der untere Teil des Kopfes halbkugelförmig. Bei zwei für sich gegossenen Na­deln schliest an den unteren Teil des Kugelkörpers ein Fortsatz in Kegelstumpfform an (XVIII. k. 132., XIX. k. 142.). Die Nadeln mit verziertem und seitlich abgerundetem Kopf sind eigentlich mit dem Typ der Eikopfnadeln von Müller-Karpe zu identifizieren. Müller-Karpe reiht die Ha B­Nadeln in drei grosse Gruppen ein. Die mit Wellen­linien, Zick-zack-Linien, oder mit ringsherum lau­fenden Linien verzierten Eikopfnadeln gehören zur Periode На В 1, die grossköpfigen Vasenkopfna­deln zur Periode На В 2, die kleinköpfigen Vasen­kopf nadeln zur Periode На В 3." Die Nadel Nr. 135 von Romand (XVIII. к. 135.) zeigt einer durch Müller-Karpe veröffentlichten Nadel nahe stehen­de Form und Verzierung. 100 Hierzu kann auch die Nadel Nr. 140 von Romand gezählt werden. Die horizontal ringsherum laufenden Linien werden hier mit Linienbündeln wechselnden Richtung verbunden. Im wesentlichen werden bei Kimmig die Zwiebelkopfnadeln und Eikopfnadeln unter der Benennung Pfahlbaunadel zusammengefast. Er hält diesen Nadeltypus für die Periode На В charakteristisch. 101 Im Grab von Velika-Gorice wurden das Bruchstück eines Antennenschwertes vom Lipovka-Typ, ein Antennenmesser, ein Rasier­messer, eine Lanzenspitze und zwei Zwiebelkopf­nadeln gefunden. Fr. Stare datiert diesen Fund­komplex auf den älteren Abschnitt der Periode Ha B, mit der Bemerkung, dass das Messer mit ver­längertem Heft und die mit ringsherum laufenden Linien verzierte Nadel in diesem Fundkomplex noch die Stufe Ha A vertreten. 102 Obwohl Müller­Karpe diesen Fund auf die Periode На В 2 da­tiert, 103 soll doch bemerkt werden, dass in diesem Fund ein Rasiermesser und eine Lanzenspitze mit verzierter Tülle vorhanden sind, die eben Müller­Karpe auf die Periode На В 1 datiert. 104 Allerdings schliest dieser Fundkomplex eine Datierung der Nadeln auf die Periode На В 1 nicht aus. Nach Übersicht der Nadeltypen last sich feststellen, dass die am Ende der Periode Ha A aufhörenden Typen in der Sammlung der Nadeln des Romander Fundes fehlen. 1 ^ Es last sich nicht für Zufall neh­men, dass die Vasenkopfnadeln, die für die späte­ren Abschnitte charakteristisch sind, im Fund­komplex von Romand fehlen, obwohl diese Vasen­kopfnadeln sowohl unter den Grabfunden, 106 den Depotfunden 107 und den Streufunden der Ansied­lungen 108 Transdanubiens zu finden sind. Unseres Erachtens wurden also die Nadeln von Romand in der Periode На В 1 verfertigt. Zusammenfassung Nach Untersuchung der vielen Typen des Ro­mander Fundes lässt sich folgendes als Zusammen­fassung feststellen. Neben den undatierbaren Ge­genständen der Urnenfelderzeit haben wir mehrere Typen gefunden, die bereits für die Periode На А bezeichnend sind. Darunter sind das Bruchstück des Griffplattendolches, die Messer mit sanft ge­bogener Klinge und mit flach gehämmertem Griff­dorn, die Gürtelhaken und ein Teil der Nadeln zu nennen. Diese Gegenstände, die den kleineren Teil des Fundkomplexes ausmachen, kommen auch in Ha B-Komplexen vor. Für einen Teil derselben last sich das Weiterleben in der Periode На В be­weisen. Den Typen und der Häufigkeit nach bilden die Mehrzahl der Fundobjekte solche Stücke, die zur Periode На В gehören. Unter diesen lassen sich sowohl undatierbare Gegenstände (wie z. B. Si­cheln), als auch solche Typen finden, die auch eine feinere Datierung ermöglichen. Die Flügelbeile und die Nadeln müssen auf den Anfang der Periode Ha В gesetzt werden. Das Antennenschwert, die Mes­ser mit gebogener Klinge, die Tüllenbeile und Tül­lenmeissel, die halbmondförmigen Rasiermesser sind die bezeichnendsten Vertreter der Periode Ha В 2. Die die Endphase der Periode На В vertre­tenden Typen fehlen hier durchaus. Die Typologische Methode gewährt uns bei der Auswertung des Depotfundes einer langen Epoche zwei Möglichkeiten. Es lasse voraussetzen, dass mit den jüngeren Gegenständen auch lange Zeit hindurch aufbewahrte Gegenstände vergraben wurden, wie es bei ähnlichen Funden oft vorzu­kommen pflegt. Es könne aber auch vorkommen, dass die Gegenstände eines Depotfundes eine kür­zere Zeit umfassen. Für die Unterstützung der letz­teren Voraussetzung wären aber mehr authenti­sche Grabfunde aus Transdanubien notwendig. Es hat uns Schwierigkeiten gemacht, dass wir bei Su­chen nach Parallelen auf weitliegende Gebiete ver­wiesen waren. Es wirkte auch störend, dass sich bei Datierung der einzelnen Typen manchmal auch bei demselben Autor Widersprüche gezeigt hat­ten. Es scheint allerdings sicher, dass der Depot­fund von Romand, der allem Anschein nach nicht auf dem Gebiet irgendeiner Ansiedlung verborgen war, und der die für Transdanubien bezeichnenden und grösstenteils hier hergestellten Typen des Ur­nenfelderkultur enthält, vor Ende der Periode Ha В in die Erde gelangt war. Er wurde also unseres Erachtens nicht vor dem vom Westen vordringen­den neuen Volk in der Früheisenzeit (Ha C) ver­borgen worden.

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