A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 4. (Veszprém, 1965)

Németh Péter–Torma István: A romándi későbronzkori raktárlelet

218. Edénytöredék (XXV. к. 218.) : Alj és oldal­töredék, öblös edényből származik. Sötétszürkés — feketés színű. (Lsz. 63. 362. 1.) 219. Nyílcsúcs. Két szárnyú a 8. sz.-hoz hasonló. Félholdas kávájú köpűjéről egy oldaltüske letörött. H.: 3,8 cm. (Lsz. 66. 2. 2.) 220. Szárnyas balta. A 41—42. sz.-hoz hasonló, ívelt élű töredék, a szárny felőli rész hiányzik. H.: 10,6 cm, sz.: 4,15 cm. (Lsz. 66. 2. 1.) Der Depotfund von Romand (Kom. Veszprém, Bezirk Zirc) aus der Spätbronzezeit Auswertung des Fundes : Das Bakonyi Museum von Veszprém hat 1963 durch Schenkung bzw. durch Ankauf einen gros­sen, spätbronzezeitlichen Depotfund (220 Stücke) erhalten. Der Fund kam 1938 in der Gemarkung des Dorfes Romand (gelegen am nördlichen Ab­hang des Bakonygebirges) zum Vorschein. (Karte 1.) Der Fund wird hier als Repräsentant der in der TJrnenfelderzeit gebrauchten Bronzegegenstände Transdanubiens vorgelegt. Bei Untersuchung der Sachtypen des Fundes be­halten wir die Reihenfolge der obigen Beschreibung der Gegenstände. Somit werden zuerst die Paralle­len und die chronologische Stellung unseres An­tennenschwertes (I. k. 1., 1 a—b) untersucht. Die neueste zusammenfassende Arbeit über die Anten­nenschwerter stammt von H. Müller-Karpe. 6 In dieser Arbeit wird die Typologie der Antennen­schwerter ausführlich behandelt. Im Fall des Ro­mander Antennenschwertes kommen von typolo­gischem und geographischem Gesichtspunkt aus der Lipovka- und der Zürich-Typ in Anschlag. Für den ersten würde die ähnliche Ausbildung des Hef­tes 7 sprechen. Die andere Technik der Verferti­gung der Antenne bei den Lipovka-Schwerten er­möglicht aber nicht, das Schwert von Romand in diesen Typ einzuordnen. Demgegenüber findet man die Parallelen der Antenne mit nachträglich eingerollten Endungen beim Züricher Typ, so z. B. bei einem Schwert unbekannten Fundortes. 8 Die Ausbildung des Heftes steht beim Romander Schwert der der Exemplare desselben Typus' von Zürich und Bings 9 sehr nahe. Beim letzteren sind je eine Einengung beiderseits am oberen Teil der Klinge und diese Einengung säumende gebogene Motive zu sehen. Übrigens wird die Ähnlichkeit (trotz des abweichenden Querschnittes) durch das beidseitig angebrachte Linienbündel, bestehend aus drei Linien, gesteigert. Man findet sogar Pa­rallelen auch für den einfachen, rhombusförmigen Querschnitt der Klinge. 10 Am Heft der bisher be­kannten Schwerter Züricher Typs lassen sich im­mer drei Rippengruppen (drei Rippen in jeder Gruppe) finden. Demgegenüber kommen am Heft des Romander Schwertes drei alleinstehenden Rip­pen vor. Dieser Unterschied ist aber nicht wesent­lich, besonders, wenn man beachtet, dass eine Ana­logie der die untere Rippe verzierenden Kerbung beim Romander Schwert am Schwertheft von Mainz zu finden ist. Summiert man all diese Über­einstimmungen, so last sich feststellen, dass das Schwert von Romand das zweite Exemplar des mit wenig Exemplaren vertretenen Züricher Typus im Karpatenbecken ist. 11 Bei der Chronologie der Schwerter Züricher Typus' bezieht sich Müller­6 81

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