A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Veszprém, 1963)
Éri István: Beszámoló a Veszprém Megyei Múzeumi Igazgatóság 1962. évi munkájáról
Bericht über die Arbeiten der Direktion der Veszprémer Komitatsmuseen im Jahre 1962 Anfang 1962 ist im, Leben der Landesmuseen eine bedeutende Veränderung eingetreten. Diese bis 1962 unter der Aufsicht der Museumsobersektion des Ministeriums für kulturelle Angelegenheiten stehenden institutionen wurden in die Verwaltung der Komitatsräte übergeben und wurden gleichzeitig einheitliche Komitatsorgane, sog. Direktionen der Komitatsmuseen ins Leben gerufen. Der Leiter der Direktion der Veszprémer Komitatsmuseen macht in seinem^ Bericht die mitl der Einführung der neuen Organisation vorgekommenen Begebenheiten und Resultate des Jahres 1962 bekannt. Im, Komi tat Veszprém wurden also die bis dahin durch die unmittelbare Verwaltung des Ministeriums gelenkten Museen von Veszprém und Keszthely, die Sammlung in Tihany, drei kleinere, schon früher in die Verwaltung der Räte übergebene Gedenkmuseen von Balatonfüred, Badacsony und Sümeg, sowie sechs Lokalmuseen, bzw. Dorfmuseen von Pápa, Zirc, Zalavár, Veszprém-Burgmuseum, Hévíz, Tüskevár, in eine einheitliche Organisation zusammengefasst. Die Direktion beschäftigte Anfang 1963 13 berufliche (darunter fünf wissenschaftliche) Museumsbeamten und vierzig Hilfskräfte. Im Laufe eines Jehres ist es gelungen, den Stand des Personals bis Ende dieses Jahres auf 15 + 43, insgesamt also auf 58 zu erhöhen. Es erwies sich auch die zentrale Verwaltung der Wirtschaftsangelegenheiten der Museen als gleichfalls ergebnisvoll. Es ist gelungen neben Gebäudereparaturen neue Ausstellungen zu eröffnen und die materiellen Grundlagen für die planmässige wissenschaftliche Forschungsarbeit zu erschaffen. Der Betrag: des gemeinsamen Budgets für das Jahr 1963, zusammengestellt auf Grund des Projektes einer planmässigen Entwicklung, war um mehr als 60 % höher, als der des Jahres 1962. Die Gesamtzahl des Personals erhöhte sich 1. Jänner 1963 bereits auf 16 -f- 55, d. h. auf 71. Darunter befinden sich 6 wissenschaftliche Mitarbeiter und 3 Fachleute des Restauratorateliers. Die wissenschaftlichen Fachleute organisierten über ihre eigenen Themen hinaus zwei, auch äussere Mitarbeiter erfordernde Forschungsprogramme. ' Das eine beabsichtigt die archäologische Topographie des Komitates zusammenzustellen. Dasi andere führt die planmässige naturwissenschaftliche Erforschung des Bakonygebirges durch. Die Sammeltätigkeit nahm in erster Reihe in der Archäologie des Komitates einen bedeutenderen Schwung. Im Jahre 1962 haben die Direktion und 1 die Fachleute von anderen Institutionen des Landes an 16 Fundstellen archäologische Ausgrabungen und an 40 Stellen rettende Grabungen angestellt. Am Jahresende' beitrug! die Zahl der inventarisierbaren Fundobjekte der verschiedenen Sammlungen der Museen von Veszprém und Keszthely über 120 000 Stücke. Die Volksbildung betreffend wurden ausser der Umgestaltung der ständigen Ausstellung der literarischen Gedenkmuseen von Sümeg und Balatonfüred in den anderen Museen insgesamt 53 periodische Ausstellungen organisiert. Ausserdem sind Vorbereitungen getroffen, die ständigen Ausstellungen von vier kleineren Museen zu erneuen. Die zwölf Einheiten unseres Museumsverbandes besichtigten im Jahre 1962 insgesamt 334 000 Besucher. Diese Zahl ist um, 20 000 höher, als die des vorigen Jahres. Es war bei der Übergabe dr Landesmuseen in die Verwaltung der Komitatsträte ein wichtiger Gesichtspunkt, dass in die populär-wissenschaftliche und volksbildende Tätigkeit einer gegebenen geographischen Einheit auch das Museumsgebiet mit seinen eigentümlichen Methoden eingeschaltet wird. Auf die Übereinstimmung der Tätigkeiten und hauptsächlich auf die Bearbeitung der gemeinsamen Arbeitsprojekte wurde im, Jahre 1963 grosses Gewicht gelegt. Darurch vermochten die kompetenten Führer der kulturellen Angelegenheiten des Komitates von der nächsten Nähe aus kennen zu lernen, welche Möglichkeiten in der aktiveren Einschaltung der Museen in die einheitliche Organisation der Volksbildung verborgen sind. Es hat sich als durchaus überzeugend erwiesen, dass es unbedingt lohnend ist, die wissenschaftliche Forschungsarbeit und Sammeltätigkeit der Museen zu unterstützen. Sie dienen ja nicht nur den Fachwissenschaften und der lokalen Geschichte, sondern helfen auch das Niveau der Volksbildung weiter zu erheben. So wurde von diesem Gesichtspunkt aus