Mindszenty József Veszprémi püspök 1944-1945 (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 7. 1996)
Varga István: Mindszenty József veszprémi püspök egyházlátogatásai és a háborús károk felmérése
István Varga KIRCHENBESUCHE DES VESZPRÉMER BISCHOFS JÓZSEF MINDSZENTY UND VERMESSUNG DER KRIEGS SCHÄDEN Das Amtieren von József Mindszenty als Veszprémer Bischof dauerte nur ein viertel Jahr. Diese Zeitepoche war sowohl vom Gesichtpunkt seines eigenen Schicksals als auch der Nation von schmerzhaften und tragischen Ereignissen geprägt. Mit József Mindszenty kam im Jahre 1944 an die Spitze der Veszprémer Diözese ein in jeder Hinsicht hervorragender Seelsorger. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand die Seelsorge seiner Gläubigen. Im Interesse dessen hielt er im Frühjahr 1944 in allen Komitaten je zwei Erzbischofskonferenzen und gab dort seine Zielsetzungen bezüglich der Seelsorgentätigkeit bekannt. Im Herbst desselben Jahres merkte er schon in den Seelen seiner Gläubigen und Priester die immer stärker werdende Angst und Bangigkeit. Infolge der Frontverhältnisse löste sich der alte Staatsapparat auf, doch die Priester blieben auf ihrem Platz. Darüber schreibt er im ersten Rundschreiben im Jahre 1945: "nur sehr gerührt kann ich über das heldenhafte Standhalten des Priestertums in den okkupierten Somogyer und Veszprémer Siedlungen sprechen. Mich rührte dieses Standhalten mitten des ständigen Kanonenfeuers, wie der Hirt neben seiner Herde stand. Noch niemals war der Hirt und seine Herde, der Priester und seine Gläubigen so einig, wie bei diesem unbarmherzigen Gewitter". Wie kümmerte sich der Veszprémer Bischof um seine Priester in diesen schweren Zeiten, wie sorgte er für die geistliche und seelische Entwicklung seiner Priester? Der Sendbrief Nr. 1. im Jahre 1945 zeugt davon: die Rekollektionsbewegung hat ernstlich begonnen. Infolge des unsicheren Eisenbahnverkehrs haben viele Priester heldenhafte Opfer gebracht. In seinen Memoarien beschrieb der Bischof seine Heimkehr nach Veszprém. Am 20-sten April, in den Morgenstunden wurde am Soproner Bahnhof von den dort verlassenen Rinderwagonen ein Zug zusammengestellt, doch er fuhr erst in den Abendstunden ab. Nach mehreren Stunden erreichten sie die Stadt Pápa, die schon zur Veszprémer Diözese gehörte. Nur sehr schwer fanden sie einen Pferdewagen, dessen Besitzer nur dem Bischof zuliebe geneigt war, seine Pferde einzuspannen und loszufahren. 46