Mindszenty József Veszprémi püspök 1944-1945 (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 7. 1996)

Adriányi Gábor: Mindszenty József életművének értékelése, különös tekintettel püspöki, prímási kinevezésére

Als Primas hatte er eigentlich nur drei Jahre (1945-1948), um die ungarische Nation nach der Niedergeschlagenheit des verlorenen Krieges und der Verwüstungen aufzurütteln und die Kirche zu erneuern, sowie die Gläubigen für eine schwere Zukunft vorzubereiten. Sein Name wurde Programm. Er wurde Symbol der Wahrheit, der Treue zum Glauben und der Ablehnung der kommunistischen Ideologie und Politik. Gerade deswegen mußte er beseitigt werden. Nicht er war der Angreifer, sondern der Angegriffene. Denn er tat nichts anderes, als daß er für die Rechte seiner Kirche und Nation kämpfte. Seine Bischofsernennung 1944, wie sie heute aus den Akten des Prima­tialarchives, des Archives des Ministerpräsidiums und des Kultus­ministeriums rekonstruiert werden kann, war ursprünglich nicht vorgesehen. Während der ersten mündlichen und schriftlichen Meinungsaustausche zwischen dem Nuntius, dem Primas, dem Ministerpräsidenten und dem Kultusminister, tauchte der Name Mindszenty für die damals drei vakanten ungarischen Bistümer gar nicht auf. Erst am 14. Dezember 1943 bat Nuntius Angelo Rotta um Informationen über Mindszenty von Kardinal­primas Jusztinián Serédi, der am 23. Dezember dann ablehnend antwortete. Mindszenty sei leidenschaftlicher Natur, zu seinen Untergeordneten zu streng, seine Ernennung könnte für die Ruhe einer Diözese gefährlich werden. Der Hl. Stuhl ernannte Mindszenty trotzdem am 1. März 1944 zum Bischof von Veszprém, der Nuntius bat ihn jedoch mündlich, zu seinen Mitarbeitern und Untergebenen väterlich zu sein. Die Ernennung Mindszentys zum Erzbischof von Gran und Primas von Ungarn ist in Details noch nicht eruiert. So viel ist aus den Memoiren des Kardinals und den Erinnerungen eines ehemaligen engen Mitarbeiters Serédis und Mindszentys, Béla Ispánki, bekannt, daß sowohl die Ungarische Bischofskonferenz, wie auch das Graner Domkapitel und die Ungarische Provisorische Regierung im Sommer 1945 Listen nach Rom geschickt hatten und Mindszenty selber seine Zustimmung zur Ernennung zum Primas am 10. September dem rangältesten Erzbischof von Kalocsa, József Grösz, der im Auftrage des Paptes zu ihm kam, mitteilte. Grösz gab die päpstliche Ernennung fünf Tage später, am 15. September 1945, bekannt. 116

Next

/
Thumbnails
Contents