Mindszenty József Veszprémi püspök 1944-1945 (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 7. 1996)

Párkányi József: Mindszenty József veszprémi püspök, az ember (visszaemlékezések)

József Párkányi JÓZSEF MINDSZENTY, VESZPRÉMER BISCHOF ALS MENSCH Meine Erinnerungen an den Veszprémer Bischof József Mindszenty beziehen sich nur auf einen kleinen Abschnitt seines Lebens. Das waren insgesamt anderthalb Jahre vom März 1944 bis November 1945. Ich war sein Schüler. Er weihte mich zu Priester im Gefängnis des Komitäts Veszprém. In diesen anderthalb Jahren lebte ich in seiner Nähe. Die einzelnen Ereignisse bilden sich zu einem Mosaik, das sein Humánum und Verpflich­tung deutlich erkennen läßt. Seinen Bischofsitz hat er in aller Stille und unauffällig Betreten. Er zeigte dem Domkapitel seine Ernennungsbulle und ohne jede feierliche Investitur begann er seine Tätigkeit als Seelsorger. Im Sommer - die Zeit drängte - traf er nacheinander Maßnahmen, begann die Besuche in den Pfarrämtern, beschäftigte sich mit den Sorgen des Landes, unterstützte die Flüchtlinge, kümmerte sich um die Lazarette. Er sorgte für seine Seminaristen und ernannte gut qualifizierte Lehrer. Als er infolge der Verordnung der militärischen Kommandantur das Seminargebäude übergeben musste, stellte er seine eigene Residenz zur Verfugung, damit die Erziehung und der Unterricht im Seminarium fortgesetzt werden kann. Wir waren dort, als ihn die Pfeilkreuzler verhaftet haben und wir, Seminaristen und Lehrer ihn zur Polizei begleitet haben. Unterwegs sagte er den in seiner Umgebung stehenden: "Ich dachte, liebe Brüder, daß mich der liebe Gott zur Tätigkeit bestimmt hat, nun muß ich einsehen, daß mich der Herr auf dem Wege des Leidens führt, sein Wille geschehe!" Nach einigen Tagen hat man auch uns, Lehrer und Seminaristen verhaftet und in das Komitätsgefängnis gebracht. Auch unser Hauptpastor wurde dahin gebracht. Er hielt Messen im Korridor des Gefängnisses und nach der Hl. Messe forderte er uns folgender Weise zu einem gemeinsamen Gebet auf: "Jetzt beten wir für diejenigen, die uns ins Gefängnis brachten". Hier haben wir so richtig das Wesen der verzeihenden christlichen Liebe verstanden. Der Sturm der äusseren Geschehnisse gelangten auch ins Gefängnis. Es nahten sich die Sowjets. Unser Bischofsvater war besorgt um unser Schicksal. Er entschloß, uns Diakonen - bevor noch unerwartete Dingen geschähen ­zu Priester zu weihen. Am 7-ten Dezember wurde diese Hl. Zeremonie ­101

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