Gizella és kora (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 4. 1993)

András Uzsoki: Das Passauer Gizella-grab im Spiegel der neuen Forschungen

fassungen über das Veszprémer, bzw. Passauer Gizellagrabes wissenschaft­lich zu beschäftigen. Sogar in dem vom Verlag der Ungarischen Akademie (Akadémiai Kiadó) im Jahre 1981 publizierten ersten Band des Werkes „Magyarország történeti kronológiája a kezdetektől 1970-ig" (Historische Chronologie Ungarns vom Anfang bis 1970) kann man nur-in einer sehr zurückhaltenden Verfassung-folgendes lesen: „Die Witwe des Königs Stephan I. (des Heiligen), Königin Gizella starb nach 1043. Sie wurde in der von ihr gegründeten Veszprémer Kathedrale begraben. (Nach einer an­deren Auffassung ist sie als Äbtissin des Passauer Niedernburgklosters ge­storben und dort begraben)". Paralell mit meiner individuellen Themenforschungen, im Rahmen deren ich mich mit der Krypte und dem königlichen Grabmal aus dem 11-ten Jahrhundert in der Tihanyer Benediktiner-Abtei im Jahre 1970 beschäftig­te, erstreckte ich meine Forschungen auch auf die Problematik des Gizel­lagrabs. Infolge der damaligen wissenschaftlich-politischen Tendenzen hat­te ich keine Möglichkeit, darüber zu publizieren. Ein prägnantes Beispiel für die politische Atmosphäre im Veszprémer Komitat in den 70-er Jahren war der politisch geprägte, derbe Angriff der Presse gegen die Monogra­phie des Veszprémer Kanonikers Gutheil Jenő „Az Árpádkori Veszprém" (Veszprém zur Zeit der Árpádén), die im Jahre 1977 posthumus erschienen ist. Seitens des Lektors des Werkes Fügedi Erik, aber auch des Komitatsar­chivums Veszprém, die das Werk zur Ausgabe vorgeschlagen haben, war dies ein ausserordentlich riskantes Unternehmen. Da sich diese Monogra­phie ausführlich mit der historischen Rolle der Königin Gizella beschäftigt und das Passauer Grab - aufgrund vieler Folgerungen - eindeutig abweist und die Veszprémer Basilika als Bestattungstätte der Königin bezeichnete, bekam ich im Jahre 1983 die Möglichkeit, in den Veszprém Megyei Múze­umok Közleményei 16. (Mitteilungen der Museen im Komitat Veszprém 16.) über meine heimischen und ausländischen Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit dem Passauer Gizellagrab zu schreiben und meine Ar­beit unter dem Titel „Az első magyar királyné, Gizella sírja" (Grab der ersten ungarischen Königin Gizella) zu publizieren. Die Redaktion des Jahresbuches des Museums traf diese Entscheidung, da sie die Studie - wegen der geplanten Jubileumgedenkfeier - der Geburt von Gizella im Jahre 1985, bemerkenswert fand. Leider kam es in unserer Heimat nicht zur diesen Gedenkfeier, aber um so mehr in Deutschland, in der Veranstaltung des Osteuropa Instituts Regensburg-Passau. Infolge ma­terieller Schwierigkeiten wurde jedoch diese auf das Jahr 1985 geplante Konferenz erst am 17-19 April 1986 an der Passauer Universität im Rah­men des „Symposiums der Südosteuropa-Gesellschaft und des Osteuropa Instituts Regensburg-Passau veranstaltet. Als Mitglied des ungarischen Ko­mitees der Archäologen-Historiker durfte ich als erster meinen Vortrag: 71

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