„...Illő hozományokkal felszerelve...” Kiss Ilona magángyűjteményének textíliái

die bei der Zusammenstellung geltenden Prizipien gut wahrneh­men konnte. Die Ausstattung war ein Modell, aufgrund dessen die Gruppierung der Gegenstände (alltägliche oder feierliche) deutlich zu sehen waren. Besonders konnte man dies im Falle der Textilien beobachten. Das Leinzeug der Ausstattung wurde in den Familien mit Töchtern Jahre hindurch gefertigt und ergänzt. Diese Gegen­stände wurden fürs ganze Leben des Benützers vorgesehen und bei dem Zusammenstellen hat man auch an den späteren Bedarf gedacht. (In Nyäräd z. B. wurde oft sogar 40 m glatte Leinwand für diesen Zweck mitgegeben.) Man hat nicht nur den Textilbedarf des Einzelnen, sondern den der ganzen Familie gesichert. Einige Teile davon wurden für mehrere Generationen gemacht; die Ausstat­tung wurde oft aus gewissen Gegenständen aus der Ausstattung der Mutter und aus neugefertigten Stücken zusammengestellt. Mit einigen Stücken wollte man den späteren Generationen gewisse Daten überlassen (Jahrzahl, Aufschrifte) . Die Leinwand, die dann die Frauen im Laufe der weiteren Hanfbearbeitung hergestellt ha­ben, diente zur Ergänzung der alltäglichen, verbrauchten Stücke, teils aber - je nach Bedarf - auch zur Herstellung neuer Ausstat­tungen. Die alltäglichen Textilien dienten zu praktischen Zwecken, die feierlichen dagegen spielten eine repräsentive Rolle. Sie galten als Symbole und Wahrzeichen, die oft Stücke für kultische Zwecke darstellten, wie z. B. die Totentücher. In der Aussttattung einer Frau gab es etwa 6-36 Stücke von je einer Textiliengattung (Leintücher, Backtücher, Korbtücher, Tischtücher, Handtücher, Polsterüberzüge, Säcke). Die Menge der Einzelnen Gruppen bestimmte ihre Rolle im Gebrauch. S. Lackovits Emőke Laczkó Dezső Museum H-8201 Veszprém Erzsébet sétány

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