„...Illő hozományokkal felszerelve...” Kiss Ilona magángyűjteményének textíliái

2. Weichungsprozess ohne Geräte: vor dem Kämmen oder zwi­schen zwei Kämmprozessen wurde es auf der Erde oder auf einem Sack durch abwechselndes Stampfen durchgeführt. In manchen Fällen hat man das Reiben zwischen den Füßen angewendet und das Krümmein mit Fersen. Man nannte es auch: Treten, Drücken, und es wurde ebenso wie beim Weichen im Lederzurichtungspro­zess durchgeführt. Diese Arbeit war immer eine gemeinschaftliche Arbeit. In den meisten deutschen Dörfern im Balaton-Oberland hat man zu diesem Zweck Schwingen gebraucht. 3. Hüchel oder Faserkamm mit nicht all zu dichter Nägelrose: das war eine scheibenförmige Holzplatte, die man dicht mit Schmiedei­sennägeln versehen hatte, die dann auf ein langes Brett ange­bracht wurden. Dies war ein in ganz Europa verbreitetes Werk­zeug, dessen frühere Variante der Nagelkamm war, (Süd-slawi­schen Ursprungs), das erst im Mittelalter (im 12-13­ten Jahrhun­dert) durch die von den Deutschen gebrauchten Variante mit der Nägelrose verdrängt wurde. Obwohl unsere Wörter vor der Landesnahme („kender, tiló, cse­pű, szösz") beweisen, daß wir Ungarn schon damals den Hanf und dessen Aufarbeitung kannten, wurden alle Arbeitsphasen der Fa­sernaufarbeitung erst im 13-ten Jahrhundert und die damit ver­bundenen Werkzeuge sogar erst im 15-ten Jahrhundert bekannt. Im 16-ten Jahrhundert entwickelte sich die schon entsprechendes Arbeitswerkzeug, und zeitgemäßen Verfahren anwendende Hanf­bearbeitungstechnik, die sich dann bis zum ersten Drittel des 20­sten Jahrhunderts aufrechterhalten hat. Die slawische Leinenkultur, die deutsche Wollkultur und die eurasische Lederzurichtung hatten einen starken Einfluß auf die ungarische Hanfbearbeitung. III. Gattungen und Anwendungsbereiche der Leinenstoffe Das Spinnen und das Weben gelten als die ältesten technischen Verfahren der Menschheit. Am ältesten ist das Weben glatter Texti-

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