„...Illő hozományokkal felszerelve...” Kiss Ilona magángyűjteményének textíliái

schullehrer für ungarische Sprache und Geschichte in Balatonfü­red bis 1976, als sie in Ruhestand zog. Inzwischen verließ sie für eine kurze Zeit diese Stelle, als sie zum Direktor des Zirzer Gymna­siums ernannt wurde, wo sie dann von 1950 bis 1955 tätig war. Seit sie Rentnerin ist, lebt sie im Sommer in Révfülöp, im Winter in Pápa und arbeitet zusammen mit ihrer Schwester Kiss Gizella, die ebenfalls Lehrerin im Ruhestand ist. Schon als Kind interessierte sie sich für die Lebensweise und die Sitten des Volkes von Nyárád. Anfangs beobachtete sie nur die Menschen und versuchte ihre Kenntnisse und ihr Wissen abzu­lauschen und sich zum Eigen zu machen. Sie war stolz auf sie. Später, als Lehrer begann sie ihre Vergan­genheit, ihre Geschichte und ihr Leben zu forschen. Es gibt kaum einen Bereich des Volkslebens in Nyárád, daj3 sie nicht in allen Einzelheiten kennen würde, es möge sich um die Familien des „al­ten Dorfes", um die reformierte Kirche, um den Friedhof, um die Traditionen, um das Wissen, die Bildung und Sprache der Individi­en und der Gemeinschaft handeln: Kiss Ilona wurde zum „For­scher" des Dorfes Nyárád. Sie war etwa zwölf Jahre alt, als die Stickerei, das mehrere histo­rische Schichten aufweisende Musterreichtum, d.h. die Stickerei­kultur, die die hießigen Frauen so gut kannten und ausübten, ihr Interesse erweckte. Sie hing mit einer unlöschbaren Liebe an die­sen geschmückten Textilien und besonders an den Totentüchern, die eine besondere Art der Stickerei aufwiesen. Ihr Meister war Mö­rocz Mária, die „nenne" (Tante, Base), die sich nur mit Stickerei be­schäftigte, da sie körperlich behindert war. Sie stickte den ganzen Tag hindurch, kannte alle Muster, die von jeher von mehreren Ge­nerationen in Nyárád angewandt wurden. Alle kannte sie „auswen­dig" und stickte sie ohne sie vorzuzeichnen. Solche Totentücher konnte niemand meistern wie sie. Kiss Ilona hat Mórocz Mária im­mer wieder aufgesucht, lauschte ihre Bewegungen ab und ver-

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