Csirke Orsolya: Terra sigillata edények a veszprémi Laczkó Dezső Múzeum gyűjteményéből (Veszprém, 2006)

antoninischen Zeiten überwiegend die Manufaktur von Lezoux. Die Relief-Sigillaten von Lezoux kamen hauptsächlich aus den Werkstätten von Cinnamus, Paternus II und Albucius nach Baláca (GABLER 2002, 73); man fand eine - in der Werkstatt von Cinnamus hergestellte - Schüssel auf der Siedlung von Kispirit (MRT 3,31/5. Fo.). Der leitende Töpfer von Lezoux (officinator) war zwischen 145 und 170/178 n. Chr. G. tätig. Seine einige Gefäße färbten sich von sekundärem Brand schwarz. Der eine zu ihm zu verbindende Topf tauchte aus einer Schicht mit Aschen und Hüttenlehm in der Villa von Baláca auf, das darauf hindeutet, dass die Ereignisse der Markomannen-Sarmaten Kriege zwischen 166-180 auch in diesem Gutshof Schaden verursachten. Die reliefverzierten Gefäße zeigen mit weniger Ausnahme die Form Drag. 37; der Drag. 30 oder Typ Drag. 29/37 kommt nur ganz selten vor. Das Bildfeld der reliefverzierten Gefäße wurde einerseits durch Perlenreihen auf Metopen geteilt, und in diesen - manchmal in Medaillons - wurden die Götterfiguren, Heroen oder Tierfiguren gesetzt, andererseits, bei der anderen Gruppe wird das Bildfeld durch eine schwungvolle, auf der Fläche des Topfes durchlaufende Ranke gefüllt, von der Ranken am Ende mit Blättern abzweigen. Auf diesen Gefäßen kommt der Figurenverzierung (zB. Vögel) nur eine raumfüllende Rolle zu. Unter den unverzierten Sigillaten ist der Teller von Form Drag. 18/31 (catillus) häufig, auf seinem Boden von Fall zu Fall mit Streifen zwischen konzentrischen Kreisrillen. Unter den Becherformen ist schon seltener die Form Drag. 27 und häufiger die sie ersetzende Form Drag. 33 oder Drag. 46 (acetabula, paropsides). Wir können uns nur manchmal mit der Schüssel von Typ Drag. 36 oder mit dem mortarium von Form Drag. 38 treffen. Auf den glatter Gefäßen von Lezoux ist der Namenstempel häufig. In unserem Material können wir die Stempel von den südgallischen Töpfern Aventinus (Kispirit MRT 3, 31/5. Fo.), Aeternus, Banoluccus, Cantomillus, Gippius (Baláca), Mammius, Materninus (Baláca), Saciro (Tüskevár) und Suobnedo auf dem Boden von Teller- und Becherformen finden. Ihre Mehrheit ist auf Stücken von unbekanntem Fundort oder auf den Stücken von Bakonyszentlászló mit ungewisser Herkunft befindlich. Zu den ostgallischen Manufakturen ist allein eine Schüssel von unbekanntem Fundort zu verbinden, die in der Werkstatt von Verecundus in Ittenweiler (Elsass) hergestellt wurde. In dem Sigillatabestand des Museums - ähnlich zu den meisten Fundorten von Pannonién - ist die Überzahl der Gefäße Ware aus Rheinzabern. 20

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