Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)

Foglalkozás, jövedelem, presztízs - Csurgai Horváth József: Havranek József, Székesfehérvár polgármestere (1878–1908)

JÓZSEF CSURGAI HORVÁTH József Havranek, Bürgermeister zu Székesfehérvár József Havranek hat in der Geschichte der Stadt Székesfehérvár eine unvergleichliche Karriere gemacht. Er hat seine Ämter eine beispiellos lange Zeit bekleidet. Das kann, abgesehen von seiner persönlichen Begabung und seinem ausgezeichneten Gefühl für Ökonomie, durch die politische Stabilität der Epoche, das System der Gerichtsverwaltungsvorstandswahlen und durch die konti­nuierliche Unterstützung, die er von den Virilisten bekam, erklärt werden. Sein Amt hat er in den Verwaltungswahlen jedesmal als einziger Kandidat ohne Gegenstimmen erworben (2. September 1878, 14. April 1884, 17. April 1890, 16. April 1896, 14. April 1902). Eine sehr wichtige Rolle hat dabei das regionale Wahlsystem gespielt. In den Wahlen wurden die Delegierten des Gerischtsverwaltungsvor­standes nicht alle auf einmal ausgewechselt. Wie bekannt, wurde in den alle drei Jahre gehaltenen Wahlen nur die Hälfte der Körper­schaft neu gewählt, die Virilisten wurden aufgrund der Steuerlisten des letzten Jahres in die Komitee delegiert. Dieses System hat es jeder politischen Partei erheblich erschwert, in der Komitee zur überwiegenden Mehrheit zu kommen. Allem Anschein nach sind die wichtigsten Befürworter von Havranek unter den Virilisten zu suchen. Er hatte einen sehr guten Kontakt zu einer der einfluss­reichsten Familien der Stadt, zur Familie Karl. Er mietete das Erd­geschoss eines Hauses in Zichy-liget, das im Besitz der Familie Karl war. Die Karls wurden zur Jahrhundertwende zu einer der reichsten Familien in Székesfehérvár. Ihr Einfluss in der Stadt war auch noch in den 20-er, 30-er Jahren massgebend. Des am 3. November erfolgten Todes von József Havranek ge­dachte auch die Stadt. Auf den Antrag von Gyula Saára hat man beschlossen, sein Porträt malen zu lassen. In der Oberstadt (Felső­275

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