Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)

Elit - Söptei Imre: Kőszeg legtöbbet adózó polgárai 1872-től a századfordulóig

IMRE SÖPTEI Die Bürger der Stadt Kőszeg die von 1872 bis zur Jahrhundertwende die meisten Steuern bezahlten Die Stadt Kőszeg, die im Jahre 1869 insgesamt 6915 Einwohner hatte, entwickelte sich bis Anfang des 20-sten Jahrhundert nur in geringem Maße. Die Zahl der Einwohner vermehrte sich bloß um einige hundert Personen (im Jahre 1900 betrug die Zahl 7422), Fabriken, neue Industriezweige erschienen erst in der zweiten Hälfte der 1890-er Jahre. Nur die Geldinstitute erzielten einen grösseren Gewinn. Sie verwalteten die Geldanlagen auch anderer Ortschaften, und der grösste Teil ihrer Kredite wurde in anderen Städten verwendet. Die Stadt bekam im Jahre 1872 einen neuen Status als Muni­zipium mit einem Gemeindeausschuß mit 48 Mitgliedern, deren Hälfte aus dem Kreis der die meisten Steuern zahlenden Bürger gewählt wurde. Im Jahre 1876 wurde Kőszeg vom Komitat Vas „annektiert" und als eine Stadt mit Munizipalitätsrat hatte sie 34 Stadtverordnete mit Virilistenrecht. Mit den Virilistenverzeichnissen muß man bei der Erörterung der wirtschaftlichen Elite mit Kritik umgehen, trotzdem kann gesagt werden, daß das Stagnieren von Kőszeg aus den Eintragen zu den Virilistenlisten herausgelesen werden kann. Neben den nied­rigen Steuerbeträgen kann man verhältnissmäßig wenige Namen finden. Es handelt sich hier meist um Vermögen, die noch vor 1848 erworben waren und sich kaum bewegten. Besonders hoch ist die Anzahl der Privatleute, der Hausbesitzer, die sich nach 1886 noch erhöhte. Ungewöhnlich viele Verwitwete wuden registriert. Charakteristisch war der Anteil der für Grundstücke und Häuser bezahlten Steuern auch im Falle von Beschäftigten. Der auch schon früher charakteristische Abbau der Industrie zeigt, daß die Anzahl der Gewerbetreibenden von Anfang an gering 147

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