Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)
Elit - Sigrid Freisleben: Politische Eliten – der Gemeinderat von Wiener Neustadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert
winner" der Wahlen waren die Freien Berufe und Beamten mit insgesamt 14 Gemeinderäten - überwiegend Zuwanderer, die im 1. Wahlkörper dominierten. Das Bildungsbürgertum konnte seinen Anteil damit nahezu verdoppeln und stellte mit 19 Gemeinderäten zwischen 1868 und 1873 ein Drittel aller Mandatare. Tabelle 3 Berufsstruktur des Gemeinderates 1868—1873 21 Berufskategorie Wahl 1868 1868-1873 1. 11. 111. 1. IL 111. Wk Wk. Wk. Wk. Wk. Wk. Ruhestand 2 — — 3 — — Geistlichkeit — — 2 — — 2 Händler, Kaufmann Fabrikant, Fabriksbesitzer Freie Berufe, Beamte, Lehrer Gewerbe 2 3 2 1 2 1 3 2 6 2 3 8 2 3 2 3 7 3 8 Angestellte Realitätenbesitz, Privat 1 3 — 2 1 2 3 1 1 Summe 10 10 10 21 20 15 Das Durchschnittsalter der Gemeindevertreter war von 52,1 Jahren (1864, Sample 35 Personen) auf 48,3 Jahre (1868, Sample 28 Personen) gesunken. Die beiden Kleriker zählten mit 33 bzw. 39 Jahren zu den jüngsten Vertretern, die Freien Berufe, Beamten und Lehrer sowie die Fabrikanten mit 42 Jahren lagen deutlich unter, die Gewerbetreibenden (50,3) sowie die Realitätenbesitzer und Privaten (52,8 Jahre) über dem Durchschnittswert. Die Ergänzungswahlen für den Gemeinderat 1874 bescherten Wiener Neustadt einen neuen Bürgermeister, den Fabrikanten Josef Pöck. Er war 1826 als Zweitältester Sohn von Johann Pöck, Tuchfabrikant, Haus- und Wirtschaftsbesitzer in Wiener Neustadt geboren worden, besuchte drei Hauptschulklassen und erhielt danach Privatunterricht. Auf Grund seiner musikalischen Fähigkeiten war er 1846-1859 Chormeister des Männergesangsvereins in Wiener Neustadt. 1851 übernahm er die Tuchfabrik seines Vaters, die er zehn Jahre später verkaufte. Mit dem Erlös erwarb er den größten 103