A Balaton-felvidék népi építészete. A Balatonfüreden, 1997. május 21-23-án megrendezett konferencia anyaga (Szentendre-Veszprém, 1997)
Juhász Katalin–G. Szabó Zoltán: Forráskutak, mosóházak a történeti Zala megye tapolcai járásában
Waschhäuser im Bezirk Tapolca des historischen Komitats Zala KATALIN JUHÁSZ -ZOLTÁN G. SZABÓ Auf Grund der geologischen und hydrologischen Gegebenheiten der Bergfussterreins in gewissen Gebieten des historischen Komitats Zala, d.h. im Süd-Bakony-Gebiet und im Balaton-Oberland haben die hier entsprungenen Quellen eine auch historisch ausserordentliche Bedeutung in der Wasserversorgung der hier ansässigen Bewohner. Wir können beobachten, dass die Anordnung der Siedlungen in grossem Masse von dem jeweiligen Ort einer Quelle bestimmt wurde. Die Bewohner der Region haben bereits vor mehreren Jahrhunderten die Möglichkeiten erkannt, die ihnen das ständig fliessende Wasser von guter Qualität gewährt, was das Bestehen der zahlreichen, bei den Quellen erstellten multifunktionalen Gebäude beweist. Unter diesen gibt es vielerlei Varianten, von den einfachen zweifunktionalen Quellbrunnen (Wasser für Haushalt und Vieh) bis zu den multifunktionalen Gebäuden (Wasser für Haushalt, Vieh, Wäsche, Schlachthaus). Die Autoren haben solche, auf Quellen errichtete Gebäude, unter diesen vor allem Waschorte untersucht. Von architektonischem Gesichtspunkt aus weisen die Waschorte (bzw. die Quellbrunnen) drei Haupttypen auf: 1. Die Ausgestaltung des primitivsten Brunnens und Waschortes erfolgte durch einen minimalen Eingriff in die natürliche Umgebung, d.h. die Qualle wurde ausgetieft und mit Steinen verkleidet. 2. Die einfachen Brunnen verfügten über Brunnenschacht, Brunnenkranz sowie Wasserentnahmevorrichtung. Wir haben die regelmässigen (meistens viereckigen) unbedeckten Becken mit Stein- oder Betonrand zu den einfachen Waschorttypen gezählt. 3. Die höchstentwickelten Formen der Waschorte und Quellbrunnen stellen die über den einfachen Typen errichteten Gebäude dar, unter welchen in der untersuchten Region auch solche vorkommen, die über Steingewölbe und Pfettendachstruktur verfügten. In der Studie sind aufgrund der Angabensammlung an Ort und Stelle sämtliche, in der untersuchten Region vorkommende Gebäudetypen vorgestellt, mit Fotos veranschaulicht, die den heutigen Zustand dokumentieren. Wash-houses in the Tapolca district of the historical county of Zala KATALIN JUHÁSZ - ZOLTÁN G. SZABÓ In certain regions of the historic county of Zala, south of Bakony and in the Balaton-Uplands, due to the geologic and hydrologie characteristics of the terrain at the foot of mountain, the springs flowing here have a special importance in the water supply of the population. It can be observed that the location of the settlements follows the pattern of rising of springs. Many centuries ago, people have recognized the possibilities given by the permanently flowing water of best quality, proof of which is the existence of multifunctional buildings erected on the springs. Amongst these we find a whole variety from the simple wells with two functions (water for household and livestock) to the multifunctional buildings (water for household and livestock, laundry, slaughterhouse). The authors surveyed the buildings of the region erected on the springs and from these mainly the washplaces. From architectural point of view, they differentiate three main types of wash places (resp. well-springs): 1. Constructing the most primitive well and wash-place by the minimal transformation of the natural environment: deepening of the spring and lining the pool with stones. 2. Erecting simple wells with shaft and brim and with a device to take out water. They range regular square shaped uncovered pools with stone or concrete brims among the simple wash-places. 3. The most developed forms of wash-places and well-springs are provided with buildings above the simple types. We find such buildings in the studied region even with stone vaulting and ridge purlin. The authors present in the essay every type of building existing in the studied area based on field research and illustrate them with photos attesting their present condition. 394