Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)

Szili Ferenc: Kivándorlás, mint vállalkozás Délkelet-Dunántúlról Horvát-Szlavónországba

Regionen des Landes versuchten die vor der Armut Flüchtenden ihr Glück in Kroatien und Slawonien zu finden. In der Zeitepoche zwischen 1860-1890 sind aus dieser Region zu Tausenden ausgewandert, doch eine genaue Zahl kennen wir auch heute noch nicht. Im wesentlichen unter­scheiden sie sich von denen, die nach Amerika zogen darin, daß sie sich in den Gebieten jenseits der Drau endgültig niedergelassen haben, wäh­rend die Mehrheit derer, die nach Amerika zogen, um dort Geld zu ver­dienen und ein Vermögen zu erwerben, den dortigen Aufenthalt nur als provisorisch betrachtete. Jedenfalls können wir die Auswanderung in bei­de Richtungen, aber besonders die nach Slawonien als ein grosses Unter­nehmen bezeichnen. An der Auswanderung nach Slawonien beteiligten sich vor allem die Bauern, die unternehmungslustig waren und bereit waren, auch ein Risiko einzugehen. Obwohl man diese Erscheinung im Sinne der Ökonomik nicht als Unternehmen bezeichnen kann, bin ich doch der Meinung, daß sie des­sen Elemente enthält. Die Auswanderer haben ihre Mobilien und Immo­bilien verkauft und mit dem Geld in Slawonien Grundbesitze gekauft. Da sie dort dafür ein grösseres Grundstück kaufen konnten, hat sich das Ver­mögen der Familie in einigen Jahrzehnten in bedeutendem Maße erhöht. Viele konnten nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern perspektivisch auch das Schicksal der ganzen Familie verbessern, da sie vorübergehend die Gefahr der Zerstückelung ihres Grundbesitzes durch die Vererbung vermeiden konnten. Diese Auswanderung könnte man als individuelle, fa­miliäre oder gemeinsame Unternehmung betrachten, da die sich jenseits der Drau Niederlassenden meist aus je einer Gemeinde gruppenweise auf den Weg machten. Sie ließen sich auch in demselben Dorf nieder und teil­ten ihr Schicksal miteinander. Im allgemeinen kann man sagen, daß die Mehrheit dieser Menschen wirtschaftlich gut vorankam, mehrere wurden sogar richtig reich. Natürlich gab es welche, die nach einigen Jahren wie­der zum Wanderstock griffen und nach Amerika wanderten. 90

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