Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)

Hannes Stekl: Unternehmer in Klein- und Mittelständten Österreichs (1848–1918)

Diese Lebensgrundsätze und Richtlinien waren in erster Linie an den männlichen Nachwuchs gerichtet und sollten auch beim Einstieg jüngerer Söhne in andere Berufsfelder anwendbar sein. Für die Töchter blieb, dem Konzept der Geschlechterrollen entsprechend, eine mit Bildung und ge­selligen Fähigkeiten angereicherte Hausfrauen- und Mutterrolle das er­strebenswerteste Ziel — ein Hinweis dafür, daß die bürgerliche Gesellschaft ganz wesentlich der reproduktiven und kulturellen Leistung von Frauen beruhte. Anmerkungen 1 Zur Terminologie zuletzt Hartmut Berghoff, Englische Unternehmer 1870-1914. Eine Kollektivbiographie führender Wirtschaftsbürger in Birmingham, Bristol und Manchester (Bürgertum. Beiträge zur europäischen Gesellschaftsgeschichte 2, Göttingen 1991 ), 15— 22. 2 Über Arthur Krupp (1856-1938), seit 1879 technischer Leiter, seit 1890 Alleinbesitzer der Berndorf er Metallwarenfabrik (1913 AG) und sein Wirken (u.a. 1896 Niederlage mit eigener Tafelgerätefabrikation in Moskau sowie Übernahme der Kunsterzgießerei in Wi­en, 1906 Errichtung des bedeutendsten Großwalzwerks der Monarchie, im Ersten Welt­krieg Kriegsproduktion) vgl.: Österreichisches Biographisches Lexikon 4 (Wien-Graz-Köln 1959), 304. 3 Am Beispiel der Württembergischen Fabrikssiedlung Kuchen ausführlich Hubert Treiber und Heinz Steinen, Die Fabrikation des zuverlässigen Menschen. Über die Wahlver­wandtschaft von Kloster- und Fabriksdisziplin (München 1980), 23 ff . 4 Zu Berndorf grundlegend Peter Haiko, Wiener Arbeiterwohnhäuser 1848-1934, in: kritische berichte 5 ( 1977), H. 4/5,26-50, hier 32 ff.; Peter P. Czernin, K.U.K. Arbeiter­und Fabrikstadt Berndorf, 3 Bde. (Dissertation Technische Universität Graz, 1978). 5 „Gelobt sei, der dem Schwachen Kraft verleiht". Zehn Generationen einer jüdischen Familie im alten und neuen Österreich, hg. von Michael Mitterauer (Wien-Graz-Köln 1987), 201 f. 6 Zu Paul Kupelwieser (1843-1919), Sohn des Malers Leopold Kupelwieser, Studium an der Bergakademie in Leoben , 18 72 Leitung des Eisenwerks Teplitz, 1876-1893 Direktor des größten österreichischen Eisenwerks in Witkowitz, durchgreifende Reformen und Expansion, 1893 Kauf der Inselgruppe Brioni in der Adria und Ausgestaltung zu einem Fremdenverkehrszentrum ausführlich in: Österreichisches Biographisches Lexikon 4, 360. 7 Paul Kupelwieser, Aus den Erinnerungen eines alten Österreichers (Wien 1918), 109. 8 Josef Werndl ( 1831-1889): Büchsenmacher und Feilhauer. Nach Spannungen mit dem Vater Tätigkeit in Waffenfabriken in Tübingen und Amerika, 1853 Eröffnung eines eige­nen Unternehmens in Steyr,nach dem Tod des Vaters (1855) Ausbau des Familienunter­nehmens zu einer bedeutenden Waffenfabrik (1869 AG). Details bei Michaela Pfaffenwimmer, Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der „Österreichischen Waf­fenfabriks-Aktiengesellschaft" unter der Leitung des Generaldirektors Josef Werndl 1869-1889 (Phil. Dissertation, Wien 1985). 61

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