Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)

Gyáni Gábo: Az ipari vállalkozás szerepe a dunántúli városfejldősében

hing. Besonders so war es in der Tiefebene, wo sich die Provinzstädte mit der höchsten Einwohnerzahl befanden. Transdanubien gehörte zum besturbanisierten Teil des Landes, obwohl die Einwohnerzahl der Städte in dieser westlichen Region bedeutend niedriger als in den Agrarstädten der Tiefebene war. Für die Städte in Transdanubien war eine kommerzialisierte Agrarstruktur bezeichnend und so waren hier auch die Voraussetzungen für die Entwicklung der lo­kalen Industrie viel günstiger als in der östlichen Region. An der Spitze der Stadthierarchie in Transdanubien standen aufgrund der Anzahl von Institutionen Szombathely, Győr, Sopron, Székesfehérvár und Komárom, d.h. dazu gehörte keine einzige süd-transdanubische Stadt. Auch die dynamische Entwicklung der transdanubischen Städte mit ihrer niedrige­ren Bevölkerungsanzahl, doch modernerer Wirtschafts- und Gesell­schaftsstruktur war nicht mit der Entwicklung der Industrie verbunden. Dies beweißt auch die Untersuchung der Liste der die meisten Steuern zahlenden Bürger. Daraus ist festzustellen, wie sich die innere Struktur der lokalen Kapitalakkumulation gestaltete und welchen Platz das industrielle Kapital innerhalb der begüterten Elite der Städte einnahm. Die Elite der Virilisten des als Industriezentrum gehaltenen Győr be­stand bis zur Jahrhundertwende aus Großhändlern und reichen Intellek­tuellen. In den Jahren nach der Jahrhudertwende verminderte sich der Einfluß dieser zwei Gruppen, was ihr Vermögen anbelangt, aber die loka­len Vertreter des Industriekapitals spielten auch weiterhin keine domi­nante Rolle. Die meisten der zur Großhandelelite Gehörenden waren an der Entwicklung der Großindustrie, die zur Jahrhundertwende auch Győr erreichte, nicht beteiligt, doch behielten sie ihre leitende Rolle. Die groß­industriellen Investitionen wurden nicht von den lokalen Unternehmern verwirklicht. Im Falle der Virilisten der süd-transdanubischen Stadt Pécs, die über eine noch höhere Einwohnerzahl als Győr verfügte, war das industrielle Kapital noch unbedeutender und die Position der Großhändler und der Intelligenz noch stabiler. Zugleich aber war der Hausbesitz und der Besitz eines Weingartens unerläßlich zur Aufrechterhaltung des Prestiges der Großhändler und der gut situierten Intellektuellen. In den Städten in der untersten Reihe der Stadthierarchie (z.B. Szekszárd) war in der Wirt­schaftsstrategie der lokalen Elite das Industriekapital, ja sogar das Han­delskapital im Vergleich zu den in der Studie erwähnten zwei Städten noch unbedeutender. 18

Next

/
Thumbnails
Contents