Stach Reinhard – V. Fodor Zsuzsa (szerk.): Német iskolai faliképek 1880–1980 között. Kiállítás a Duisburgi egyetem általános főiskolai karának iskolatörténeti gyűjteményéből (Veszprém, 1989)
kräftiger Mann mit dichtem Bart und war unbesiegbar. Donar weihte die Ehen und bewirkte durch seinen Hammer die Fruchtbarkeit der Geschöpfe und der Erde. Er war der Gott des Donners, dem der Donnerstag geweiht war und die Eiche. Bei der Christianisierung der Germanen muß deshalb Bonifatius die Donareiche fällen (Abb. 33), um die Macht des Christengottes zu veranschaulichen. Die Verwobenheit von Profan- und Kirchengeschichte wird auch offenkundig durch das Bild „Lutheraufdem Reichstage zu Worms" (Abb. 31). Das Bild ist eine Reproduktion des Originalgemäldes, das sich im großen Saale des Kaiserhauses in Goslar befindet. Seines Glaubens wegen mußte Luther sich vor dem Reichstag verantworten. Das Bild gibt das geschichtliche Ereignis getreu wieder. Ebenso kulturgeschtlich bedeutsam ist die dargestellte technische Entwicklung der ersten Eisenbahn (Abb. 35). Die Fahrt ging am 7. Dezember 1837 von Nürnberg nach Fürth. Die Strecke beträgt 6,05 km und die Fahrt dauerte neun Minuten. Der Anfang war gemacht, der Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten. Zwei weitere Bilder veranschaulichen Ereignisse aus der neueren deutschen Geschichte. Abbildung 34 erklärt die Reichstagswahl in der Weimarer Republik. Die linke Bildhälfte zeigt einen Ausschnitt vom Wahlkampf. Auf der rechten Bildhälfte sieht man den Wahlvorgang. Das Hauptbild zeigt die Volksvertreter im Reichstaggebäude. Die Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1932 war eine schwere Belastungsprobe für die junge deutsche Republik. Das Bild (Abb. 36) schildert eindrucksvoll die Situation der Menschen. Die Bilder zum Biologieunterricht zeigen die unterschiedlichen Wandbildtypen. Drei der Bilder, Känguruh (Abb. 38), Weiher (Abb. 42) und Urwald (Abb. 41) sind der Darstellung nach epische Bilder. Sie erzählen mit vielen Details den zu veranschaulichenden Sachverhalt. Wir nennen sie Situationsbilder. Die anderen drei Wandbilder Schwein (Abb. 37), Gorilla (Abb. 39) und Kaffee (Abb. 40), sind sogenannte Funktionsbilder. Die Funktionsbilder verfolgen eine begriffsbildende Absicht. Zum Zwecke der Information enthält dieser Bildtyp zumeist den Hauptgegenstand und zusätzlich zur begrifflichen Erörterung wesentliche Teilaspekte. Auf dem Bild „Fleischteile des Schweines" werden sogar der biologische Sachverhalt und die wirtschaftliche Bedeutung zugleich angesprochen. Eine Ergänzung des Biologieunterrichts stellt die Gesundheitserziehung dar. Ausgewähl wurden Bilder aus unterschiedlichen Serien. Auch sie variieren den Typ des Funktionsbildes. Die Gesundheitserziehung umfaßte ein weites Spektrum. Die Lehre vom menschlichen Körper macht es im Schulunterricht notwendig, auch die Fehlformen des Verhaltens zu erörtern wie richtige (Abb. 43) oder falsche Körperhaltung und Körperbehandlung (Abb. 45), gesunde Ernährung (Abb. 46 und Abb. 47) und schließlich Information über die erste Hilfe bei Unfällen (Abb. 44). Kein Unterrichtsgegenstand wurde auf den Schulwandbildern vergessen. Selbst zum Mathematikunterricht erstellte man Anschauungsbilder Maße und Gewichte (Abb. 49) im Original wären sicher viel eindruckvoller für die Schüler gewesen. Zur veranschaulichung der Mengenlehre und der Grundrechenarten erschien die Serie mit Bildern von Gertrud Caspari (Abb. 48). Die Zahl zehn ist auf dem Bild als Reihe und Menge dargestellt. Die Bilder von Gertrud Caspari sind sehr ansprechend und für Kinder motivierend. Schon gegen Ende des vorigen Jahrhunderts erschienen die ersten Bilder zum Unterricht in der Physik und Chemie. Manche Bilder, wie Abbildung 53, stehen in enger Verbindung zur Gesundheitslehre. Andere Bilder bündeln schwer überschaubare Zusammenhänge (Abb. 52). Unser Bild zeigt den Weg der Steinkohle vom Abbau bis zum Verbraucher. Die dargestellte Brückenwaage (Abb. 51) wurde 1821 von dem Straßburger Mechaniker Quintenz entwikkelt. Das technische Prinzip der Brük.kenwaage ist in der oberen rechten Bildecke schematisch erläutert: ABC D ist der zweiarmige, ungleicharmige Waagebalken; K = die Kraft; B = Unterstützungspunkt des Waagebalkens auf dem Pfosten des Gestells; C C'= erste Zugstange; D D' = zweite Zugstange; C' E = Brücke; D' E' F = einarmiger Hebel; L = Last. Physikalische Gesetze für das praktische L eben werden auch durch die einfachen Maschinen (Abb. 50) veranschaulicht. Die Kenntnisvermittlung über die einfachen mechanischen Werkzeuge ist ein fester Bestandteil des Lehrplans. Eng verwandt mit den Bildern zur Physik sind die zur Technik. Auch sie bedürfen keiner weitläufigen inhaltlichen Erklärungen,' denn die Bilder lassen sich wie Texfe"lesen. Sie dienten zur Einführung in die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Das Spektrum der Darstellungen ist sehr breit. Es reicht von der Schwerindustrie (Abb. 54, 55, 57) über den Schiffsbau (Abb. 56) bis zur Kleinindustrie (Abb. 59) und dem Handwerksbetrieb (Abb. 60). Auch die Verkehrswege sind immer wieder Gegenstand von Wandbildern. Ein seltenes Bild ist der Querschnitt durch den Elbtunnel (Abb. 58). In der wachsenden technischen Entwicklung offenbart sich der Fortschrittsglaube des Menschen. Schulische Wandbilder dokumentieren mehr als andere Utensilien der Schule 30