Stach Reinhard – V. Fodor Zsuzsa (szerk.): Német iskolai faliképek 1880–1980 között. Kiállítás a Duisburgi egyetem általános főiskolai karának iskolatörténeti gyűjteményéből (Veszprém, 1989)

VORWORT Innerhalb der Geschichte des Bildungswesens nimmt die Schulgeschichte einen sehr wichtigen Platz ein, indem sie eine breite Skala verschiedener Stufen und Typen umfasst vom Grundschulunterricht an bis zur Hochschulbildung, von Beginn bis zum heutigen Tage. Die Untersuchung der allgemeinen und lokalen Merk­male des Unterrichts, die Forschung nach den dazugehören­den schulgeschichtlichen Dokumenten und Gegenständen, sowohl das Publizieren der Forschungsergebnisse in Form von Studien und Ausstellungen gewinnen sowohl in unserer Heimat, als auch im Ausland immer mehr an Bedeutung. Aufgrund der Erfolge der schulhistorischen Forschungen in unserem Komitat wurde uns ermöglicht an internatio­nalen wissenschaftlichen Symposionen teilzunehmen, wo wir die Möglichkeit hatten sowohl über fachmethodischen Probleme zu diskutieren als auch engere Beziehungen mit einigen Schulhistorischen Museen und Instituten anzuknüp­fen. Im Rahmen fachlicher Zusammenarbeit ist diesmal unser Museum der Schauplatz einer Ausstellung, wo unter vielen schulhistorischen Reliquien eine besonders interessante Sammlung zu sehen ist, deren viele Stücke uns auch noch aus eigener Schulzeit bekannt sind. Die ausgestellten Exponate sind Schulwandbilder, die als wichtige Quellen der Forschung der Schul- und Kultur­geschichte und des ,,Geistes der Zeit" gelten. Die meisten davon widerspiegeln nicht nur die pädagogisch-didakti­schen Zielsetzungen sehr anschaulich, sondern auch die politischen, weltanschaulichen, oft ideologischen Tenden­zen und Absichten der Zeitperiode, in der sie entstanden. Es ist als allgemeingültig anzunehmen, daß früher die Wandbilder dem leichteren, anschaulichen Erlernen des Lehrmaterials in Biologie, Geschichte, Geographie oder Religion di- nten, während heute die Wandbilder nur sel­ten — auch dann vor allem in Form von Postern — vor­kommen. Sie wurden von den Dias, Filmen und Videos verdrängt. Die verschiedenen pädagogischen Anschauungen konn­ten die allgemeine Verbreitung und Anwendung der Wand bilder von den 1880-er Jahren an bis zu den 1960-er Jah­ren nicht verhindern, da sie in der Praxis auch weiterhin sehr gut gebraucht werden konnten. Sie haben nicht viel Zeit beansprii' ht, man brauchte keine organisatorische Änderunge Raumwechsel u.s.w. durch zu führen. Zur Zeit wird die Bedeutung der Schulwandtafeln als wichtigen Objekten der Schulgeschichte immer mehr erkannt und der Sammlung und Bewahrung dieser wird eine immer größere Aufmerksamkeit gewidmet. Auf die­sem Gebiet hat dr. Reinhard Stach, Professor an der All­gemeinen Hochschulfakultät der Duisburger Universität sehr bedeutende Erfolge erreicht, der seine frühere Pri­vatsammlung ergänzte und daraus an der Universität ein Archívum zustandegebracht das über 6000 Wandbilder und mehrere tausend Dias enthält. Von diesem reichen Material sind in der Ausstellung des Veszprémer Bakonyi Museums „Deutsche Wandbilder zwischen 1880 1980" 60 Bilder zu sehen. Die neun Themenkreise schließen all die Gebiete in sich, die in dem Schulunterricht behandelt wurden. Zur Veranstaltung der Ausstellung und Ausgabe des Katalogs hat das Budapester Kultur- und Informations­zentrum der Bundesrepublik Deutschland sowohl mora­lische als auch finanzielle Hilfe geleistet, wofür wir auch auf diesem Wege herzlichen Dank sagen. Wir wünschen uns. daß die Bilder zum Verstehen und zur Verständigung unserer beider Völker beitragen. V. ZSUZSA FODOR

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