Rainer Pál (szerk.): Ave Beata Regina Gisela (Veszprém, 2000)
(der Heilige), der Augsburger Bischof Bruno und die Äbtissin Brigida waren ebenfalls berühmte historische Persönlichkeiten. K önig Stephan I. hat sie um 995 geheiratet, nach der später entstandenen lokalen Überlieferung in Scheyern (Bayern). Sie haben mehrere Kinder bekommen, das berühmteste von ihnen war Herzog Imre der Heilige (11031) - Schutzpatron der ungarischen Jugend -, der der Überlieferung nach in der St. Georgskapelle sein Keuschheitsgelübde abgelegt hat. D ie zeitgenössische Darstellung der Königin Gisela ist auf dem Meßgewand, das sie 1031 gemeinsam mit König Stephan I. der königlichen Basilika zu Székesfehérvár geschenkt hat - später von den ungarischen Königen als Krönungsmantel benutzt -, und auf dem sogenannten Gisela-Kreuz zu sehen, das sie für das Grab ihrer Mutter in RegensburgNiedermünster anfertigen ließ (München, Schatzkammer). S ie hat ein wohltätiges, frommes Leben geführt und der Kirche zahlreiche Spenden gegeben. In westlichen Quellen erscheint die Christianisierung der Ungarn tendenziös als eine Tat, die ausschließlich ihr zuzuschreiben war. D ie Chroniken aus dem 14. Jh. haben „die fremde" Königin in falschem Licht erscheinen lassen, indem sie ihr vorgeworfen haben, sie habe Vazul (Vászoly) blenden lassen. D er Grund dafür könnte gewesen sein, dass die Könige aus dem Arpadenhaus - angefangen mit András I. -, die nach dem Tod Stephans I. Kreutz der Königin Gisela. Stiftung der Königin Gisela von Ungarn für das Grab ihrer 1006 verstorbenen und in Regensburg bestatteten Mutter Gisela von Burgund (am Kreutz sind die vollrunden Goldfigürchen der gekrönten Stifterin und ihrer Mutter zu sehen} (München, Schatzkammer) (Schatzkammer der Residenz München. Amtlicher Führer. München, 1992, Bild 3}