Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)

Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban

Napoleon nennt. Seiner Meinung nach „gab es überhaupt keine Führung. " Als Kritik erwähnt er die Ausrüstungsmängel der Insurgenten, die der kaiserlichen und königlichen Kriegsführung untergeordnet waren, das niedrige Niveau der Übung und der Ausbildung, die weder „die persönliche Tapferkeit" 21 noch die Begeisterung ersetzen konnten. Wie Ede Wertheimer widerlegt auch Marczali entschlossen die Flucht der Aufständischen aus der Schlacht. Er glaubt auch, dass die Flüchtenden eigentlich die Insurgenten von der Theiß waren, die gerade nach Komárom marschierten. „Diese schandvolle Flucht - d. h. der Rückzug der Insurgenten von der Theiß, die an der Schlacht nicht teilgenommen haben — nicht die Schlacht selbst verursachte den lieber komischen als traurigen Ruf des letzten ungarischen Adelsaufstandes. " 32 Marczali kritisiert Erzherzog Johann auch schonungslos, er bezeichnet ihn als einen unerfahrenen und selbstgerechten Befehlshaber, der die Befehle des Oberbefehlshabers (Erzherzog Karl) nicht befolgte. Marczali äußerte als erster diese Kritiken an Erzherzog Johann, und damit machte er ihn unausgesprochen für die Abwesenheit von der Schlacht bei Wagram verantwortlich. Zum 100. Jahrestag der Insurgenz, im ersten Jahrzehnt des 20. Jh-s erschienen wider viele Werke über das Thema. Sowohl auf Landesebene als auch in den Komitaten machte man sich an die Bearbeitung der Adelsaufstände. Die meisten Burgkomitate hielten es aus historischen und politischen Überlegungen für wichtig und notwendig, den großen Eifer des Komitatsadels während der napoleonischen Kriege zu verewigen und für die nächsten Generationen zu behalten. Das Verdienst dieser Arbeiten liegt darin, dass sie mit gründlichen Archivforschungen und Quellenbearbeitungen gemacht wurden. Sie waren aber mit wenigen Ausnahmen nicht objektiv, d.h. sie beschrieben die positiven Eigenschaften der Inszurgenz, verschwiegen aber deren Fehler und Mängel. Zum 100. Jahrestag des Adelsaufstandes wurde ein zweibändiges Werk von István R. Kiss 33 herausgegeben. Der erste Band analysiert die Geschichte der letzten Insurgenz auf 300 Seiten, beschreibt deren Vorbereitung, die Kämpfe der Insurgenten, die Schlacht bei Raab, den erfolgreichen Rückzug von General Meskó und die militärischen Aufgaben bis zu ihrer Auflösung. Die weiteren Kapitel des Bandes sind besonders interessant, da sie die literarische Bearbeitung der letzten Insurgenz vorstellen, 34 und viele Anektoden über den Adelsaufstand erzählen. 35 Der 1911 herausgegebene zweite Band zählt die Helden mit Namen auf, erzählt die Geschichte der Kavallerieregimente und der Infanterie, und gibt die Namensliste der Insurgenten an. 36 Die Schlacht bei Raab wird im Werk von R. Kiss natürlich ausführlich behandelt. Während er aber die Vorgeschichte und die Vorbereitungen gründlich beschreibt, 37 stellt er den Ablauf der Schlacht ausschließlich mit Hilfe von Quellen vor. Diese sind: die Briefe von Erzherzog Johann vom 16. und 21. Juni an Erzherzog Karl, bzw. an Kanzler 29 MARCZALI 588. 30 MARCZALI 586-588. 31 MARCZALI 586. 32 MARCZALI 588. 33 R. KISS I 34 CSÁSZÁR 35 REXA 36 R. KISS II 37 R. KISSI. 152-160.

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