Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)

Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban

reales Bild über die Ereignisse zu verschaffen. Das bedeutete gleichzeitig die erste öffentliche Widerlegung und Berichtigung der von der offiziellen Geschichtsschreibung angegebenen Daten. Hervorzuheben sind die Studien von Gusztáv Gömöry und Tstván Bodnár. Gömöri veröffentlichte als erster die umfassende und ausführliche Beschreibung der Ereignisse der letzten ungarischen Insurgenz, der Schlacht bei Raab, und der darauffolgenden Monate im Jahrgang 1889 der Zeitschrift Hadtörténeti Közlemények. 15 Der erste Teil des dreitiligen Werkes beginnt mit der Mobilisierung und der Einteilung der Insurgenten, und wird mit der Beschreibung der Kriegsoperationen in Westungarn fortgesetzt. Der zweite Teil fasst die Schlact bei Raab kurz zusammen, und beschreibt den Ausbruch und den Rückzug der Meskö-Division. Gömöri zählte als Ursachen der Niderlage die schlechte Wahl der Schlachtpositionen, die Vernachlässigung der Sicherung der Kavallerie auf der linken Flanke, sowie den fehlenden planmäßigen Rückzug auf, und dafür machte er den Generalstab der kaiserlichen und königlichen Kriegsführung verantwortlich. Der dritte Teil stellt die Kriegsgeschehnisse nach der Schlacht und die Aufgaben der Insurgenten bis zum Waffenstillstand und dem Friedensabschluss vor. Gömöry widerlegte die Ansichten, nach denen die Insurgenten nach der Schlacht die Flucht ergriffen hätten, und sich aufgelöst hätten. Zuletzt behandelt die Studie die Umstände der Auflösung im Dezember 1809, und zitiert viel aus den Auflösungsproklamationen des Herrschers und des Palatins. Eine noch ausführlichere Studie über die Schlacht bei Raab hat 1897 István Bodnár 16 geschrieben. Im ersten Teil seines Werkes vergleicht er den militärischen und organisatorischen Aufbau der gegenüberstehenden Kriegskräfte, den Zustand, den Kampfwert, die Ausbildung, die Ausrüstung und die Waffen der Truppen. Er stellt die Kampfverhältnisse, die Oberbefehlshaber und das Feld vor, auf dem gekämpft wurde. Dann untersucht der Autor die Ursachen des Kriegsausbruchs, und beschreibt die Kriegsoperationen bis zum letzten Tag vor der Schlacht. Er bemüht sich objektiv zu bleiben, deshalb nimmt er die Insurgenten genauso unter die Lupe, wie die kaiserlichen und königlichen Truppen oder die angreifenden Franzosen. Im zweiten Teil beschreibt er die Schlacht bei Raab vom 14. Juni 1809 ausführlich, fast von Stunde zu Stunde. Er analysiert besonders die Manöver der Kavallerie der Insurgenten auf der linken Flanke, und betont, „einen so starken Angriff hätte nicht einmal eine hervorragend ausgebildete und im besten Zustand kämpfende Kavallerie zurückschlagen können." 17 Nach der ausführlichen Beschreibung der Schlacht zitiert Bodnár die Briefe von Erzherzog Johann vom 16. Juni 1809 und von Erzherzog Josef vom 20. Juni. Der erste wurde an Erzherzog Karl, den Oberbefehlshaber der kaiserlichen und königlichen Armee, der letztere an den König adressiert. Im Bericht von Erzherzog Johann 18 wurden die Aufständischen verurteilt, der Feigheit beschuldigt, und für die Niederlage verantwortlich gemacht. Der Palatin aber verteigtigte die Insurgenten, und betonte ihre Tapferkeit in der Schlacht, 19 aber er schreibt über die Fehler des Generalstabs des IX. Korps nicht. Bodnár äußert 15 GÖMÖRY ' 6 BODNÁR 17 BODNÁR 503. 18 BODNÁR 511-524. 19 BODNÁR 524-527.

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