Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)

Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban

Anklagen als berechtigte Ansprüche auf. Nach den vielen Jahrzehnten wollten alle Autoren ein reales Bild über die Geschehnisse von 1809 schaffen, die schmachvollen Anklagen unter die Lupe nehmen, und sie mit großer Überzeugungskraft widerlegen. Das erste gedruckte Werk über die Schlacht bei Raab erschien 1859 in Veszprém anläßlich des 40. Jahrestages der Schlacht. 4 Der Autor war Károly Hertelendy, Rittmeister (Hauptmann) der 1. Eskadron der Kavallerie aus Zala, der selbst an der Schlacht teilgenommen hatte. Sein Buch gibt daher keine umfassende Analyse über die Kämpfe, es beschränkt sich eher auf die Beschreibung der persönlichen Eindrücke. Er beschreibt verständlicherweise die Tapferkeit der in seiner Nähe kämpfenden Kavalleristen und die kameradschaftlichen Erlebnisse nach der Schlacht. Am Ende seines Buches hat Hertelendy nicht vergessen, die gegen die Insurgenten vorgebrachten Beschuldigungen zurückzuweisen: „Ich richte meine Zeilen an diejenigen, die nach der verlorenen Schlacht hei Raab die ungarische Tapferkeit gern zu erniedrigen versuchen, und denen ich nur so viel sage, dass damals, als mit der Schlacht bei Jena - Hinweis auf die Schlacht bei Jena und Auerstadt, die zu Berlins Besetzung durch die Franzosen führte - ein ganzes gewaltiges Land - Preußen - erobert wurde, mit der Schlacht bei Raab nur so viel verloren wurde, wie bei Marengo und Eckmühl. " 5 Die erste ausführliche Analyse der Schlacht und deren Nachleben behandelt Mihály Horváth in dem 1873 herausgegebenen achten Band seiner Buchserie „Die Geschichte Ungarns". 6 Der Historiker versucht herauszufinden, was für Interessen hinter den unrechten Beschuldigungen stecken konnten. Zuerst weist er auf die Wichtigkeit des Problems hin, dann stellt er fest, dass er sich verpflichtet fühlt, den Adelsaufstand zu verteidigen: „Über diese Schlacht bei Raab, über das Verhalten des Heeres im Krieg und über die ganze Insurgenz haben sich ganz falsche Behauptungen verbreitet, und es wurde fast zur Mode geworden, sie und damit die ganze Nation als die Verkörperung der Feigheit zu beschimpfen, und die damalige Generation so darzustellen, als hätten sie den Kampfgeist und den Mut ihrer Ahnen völlig verloren. Nach ein paar Jahrzehnten ­Hinweis auf 1848/49 - hat die Nation das Gegenteil dieser letzteren Beschuldigung sehr überzeugend bewiesen; das muss man hier nicht erwähnen. Aber zur Verteidigung der Ehre des Adelsaufstandes von 1809 fühle ich mich um so mehr verpflichtet, weil die gegen die Insurgenten mündlich, in der Wiener Militärzeitung und auf Flugblättern vorgebrachten Beleidigungen und Anschuldigungen damals nicht widerlegt werden durften, und diese falsche Meinung auch in unseren Tagen so weit verbreitet is, dass schon die ganze Nation diese Meinung teilt, und glaubt, die feige Flucht der Aufständischen hätte die Niederlage verursacht. " 7 Horváth gibt zur Verteidigung der Insurgenz als Ursache die ungenügende Ausrüstung und den Mangel an Übung an. In beiden Fällen betont er die Verantwortung der Wiener Kriegsführung, die ihr Versprechen, die Insurgenten mit genügenden Gewehren auszurüsten, nicht eingehalten hatte. Sie hat es sogar sabotiert, was den Aufstand militärisch unmöglich machte, und die restlose Durchführung der sog. Insurgenzgesetze von 1808 verhinderte. Er erklärt die 4 HERTELENDY 5 HERTELENDY 21. 6 HORVÁTH 7 HORVÁTH 374-375. 8 HORVÁTH 376-378.

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