Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)

Az 1809-es hadjárat Magyarországon - LENKEFI FERENC: Francia hadifoglyok Magyarországon 1809-ben

FERENC LENKEFI DIE FRANZÖSISCHEN KRIEGSGEFANGENEN IN UNGARN IM JAHRE 1809 Im allgemeinen Bewusstsein ist es weniger bekannt, dass - zu der Zeit der sieben Koalitionen gegen Frankreich zwischen 1792 und 1815 - in die ungarischen Gebiete mehrere Zehntausende von Unteroffizieren und Gemeinen sowie mehrere Tausende von Offiziere als Kriegsgefangene interniert wurden. Ich muss darauf hinweisen, dass man, in der oben genannten Zeit, wegen der großen Anzahl der Soldaten, die zur polnischen Legion von General Dabrowski beziehungsweise zu der Napoleons Suprematie behörige italienische und deutsche aliierte Armee gehören, über eine reine französische Nationalarmee nicht sprechen kann, aber ich habe der Einfachheit halber diesen Titel gewählt. Es muss vorausgeschickt werden, damit ich nützlich die vorher Gesagten ergänzen kann, dass ich nur die präsidial- und die bezüglichen departementiellen Materialien des Wiener Kriegsarchivs untersuchte. Die Ofner General Commando-Akten des Militärhistorischen Archivs leisteten leider keine Quellen. Die Gefangenen der 5. Koalition im Jahre 1809 wurden, genauso wie früher, anhand der Waffengängen der zwei Hauptkampf statten: also aus den Gebieten des Rheins bzw. Deutschlands, sowie aus den Gebieten von Italien und Österreich im größten Teil nach Ungarn beziehungsweise nach Slawonien, Banat und Siebenbürgen übermittelt. Mit dem Beginn der Kampfhandlungen wurde erstmal die Frage der Unterbringung von den französischen Gefangenen dokumentierbar in einem Hofkriegsraterlass am 20. April 1809 dokumentiert. 1 Feldmarschalleutnant Chasteler meldete am 16. April aus Tirol, dass ungefähr 6000 französische und bayrische Soldaten gefangen genommen worden seien und diese Soldaten durch Salzburg und Klagenfurt vorzüglich nach Ungarn weiterbefördert würden. Es muss erwähnt werden, dass man, wegen der vielen Feldfluchten und dadurch auf den Grenzgebieten herumziehenden Banden Innensicherheitsmaßnahmen brauchte. 2 Der Grazer Schlossberg kam als Internierungsort, wegen Befestigungsarbeiten, nicht in Frage, deshalb bat Generalissimus Erzherzog Johann das Ofner Generalkommando um Informationen, in welche ungarischen Städte und Burgen - auf 'H.K.R. 1809. G. 2310. 2 H.K.R. Präsidiale 1809-8-3

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